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Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Cochläus

Gedenktag katholisch: 11. Januar

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Domherr in Breslau
* 1479 in Raubersried, Ortsteil von Wendelstein in Mittelfranken in Bayern
† 1552 in Breslau, heute Wrocław in Polen


Aus: Jean-Jacques Boissard/Theodor de Bry: Bibliotheca chalcographica, hoc est Virtute et eruditione clarorum Virorum Imagines. Heidelberg: Clemens Ammon, 1669
Aus: Jean-Jacques Boissard / Theodor de Bry: Bibliotheca chalcographica, hoc est Virtute et eruditione clarorum Virorum Imagines. Heidelberg: Clemens Ammon, 1669

Johannes Dobeneck, Sohn eines wohlhabenden freien Bauern, nannte sich latinisiert nach seinem Taufort Wendelstein Cochläus, Schnecke, auch: Wendeltreppe. Er studierte in Köln an der beim Dom angesiedelten Universität und wurde 1510 Rektor der Schule bei St. Lorenz in Nürnberg, ausgezeichnet durch seine humanistische Bildung. Nach Studien des Kirchenrechts in Bologna weilte er 1518/19 in Rom und wurde dort zum Priester geweiht. Wie alle Humanisten war er Martin Luther zunächst freundlich gesonnen, wandte sich aber dann gegen ihn. Inzwischen KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. in Mainz, trat er beim Reichstag in Worms 1521 als Luthers theologischer Widerpart auf, konnte diesen aber nicht überzeugen und zum Widerruf bewegen; fortan war er Luthers wohl erbittertster Gegner und sah in ihm seines Vaterlandes und Christentumes Mörder. Luther selbst versuchte, ihn 1523 in seiner Schrift Wider den gewappneten Mann Cochläus zu widerlegen.

1522 verfassste Cochläus einen Kommentar zum 1. Johannesbrief als Kampfschrift gegen Luther: De Gratia Sacramentorvm Liber Unus Ioan. Cochlei adversus assertionem Marti. Lutheri, Über die Gnade der Sakramente - Ein Buch von Johannes Cochläus gegen die Behauptung Martin Luthers. 1526 wurde er Stiftsherr an St. Viktor vor Mainz, 1527 Domherr in Meißen. Auf dem Augsburger Reichstag 1530 versuchte er den Beschluss der Augsburgischen Konfession zu verhindern. 1539 wurde er Kanonikus am Dom in Breslau. Als wichtiger Teilnehmer der Regensburger Religionsgespräche über die Rechtfertigungslehre 1546 war er mitverantwortlich für deren Scheitern, dem der Schmalkaldische Krieg folgte. Damals verfasste er einen Kommentar über Luthers Handlungen und Schriften: Commentaria de actis et scriptis Martini Lutheri, Martin Luther, das ist kurze Beschreibung seiner Handlungen und Inschriften der Zeit nach vom 1517. bis auf das 1546. Jahr seines Ableibens, der jahrhundertelang das katholische Lutherbild prägte.

Catholic Encyclopedia

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 22.08.2018

Quellen:
• Chronik für Windows 5.11 - http://www.chronik.ch
• http://www.deutsche-biographie.de/sfz8542.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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