Ökumenisches Heiligenlexikon

Arnulf von Jerusalem

auch: von Chocques, von Rohes

1 Gedenktag katholisch: 23. April

Name bedeutet: Adler und Wolf (althochdt.)

lateinischer Patriarch von Jerusalem
* 1060 in Choces bei Arras in Frankreich
28. April 1118 in Jerusalem in Israel


Arnulf war der uneheliche Sohn eines Geistlichen. Er wurde Lehrer der Tochter von Wilhelm I. „dem Eroberer” und dann Leiter einer gerühmten Schule in Caen, , an der er Grammatik und Dialektik lehrte. 1096 nahm er als KaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. der normannischen Teilnehmer am 1. Kreuzzug teil, war Apostolischer Legat und ein wortgewaltigen Prediger. Arnulf ließ eine Christusstatue anfertigen, die 1099 während der Belagerung von Jerusalem auf einer der Belagerungsmaschinen montiert wurde. Nach der Eroberung der Stadt entdeckte er das - angebliche - Kreuz Jesu unter der Grabeskirche, es wurde die heiligste Reliquie des dann ausgerufenen Königreichs Jerusalem. Im August 1099 wurde er zum ersten lateinischen Patriarchen von Jerusalem gewählt; bald gab es Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahl laut, da Arnulf nicht einmal Diakon war. Bevor er geweiht werden konnte, wurde er im Dezember 1099 durch den von Papst Paschalis II. entsandten Dagobert / Daimbert von Pisa ersetzt und stattdessen als Erzdiakon von Jerusalem eingesetzt.

1112 wurde Arnulf erneut Patriarch von Jerusalem, obwohl viele KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. ihm misstrauten. Besonders bei den griechisch-orthodoxen und den syrisch-Orthodoxen Christen war er unbeliebt, weil er die Messen in der Grabeskirche auf lateinisch-westliche Christen beschränkte. 1115 wurde er wegen sexueller Beziehungen zu einer Muslimin angeklagt und auch kurzzeitig abgesetzt, kehrte aber wieder auf den Bischofsstuhl zurück und blieb Patriarch bis zu seinem Tod.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 31.08.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Arnoul_de_Chocques - abgerufen am 31.08.2026
• https://de.wikipedia.org/wiki/Arnulf_von_Chocques - abgerufen am 31.08.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.