Ökumenisches Heiligenlexikon

Eduard Oldcorne

englischer Name Edward

2 Gedenktag katholisch: 7. April

Name bedeutet: Hüter des Besitzes (althochdt.)

Ordensmann, Priester, Märtyrer
* 1561 in York in England
7. April 1606 in Worchester in England


Kupferstich, 1608, in der National Portrait Gallery in London
Kupferstich, 1608, in der National Portrait Gallery in London

Eduard war ein Sohn des Maurers John Oldcorne und seiner Frau Mary. Sein Vater gehörte der Anglikanischen Kirche an, seine Mutter war Katholikin und hatte deshalb einige Zeit im Gefängnis verbracht. Eduard besuchte die St. Peter’s School - damals an der Kathedrale beheimatet - in York. Er wurde zum Arzt ausgebildet, entschied sich dann aber, Priester zu werden und besuchte das Englische Kolleg - untergebracht im damaligen Hôtel de Bourgogne - in Reims und das Päpstliches Englisches Kolleg in Rom, wo er 1587 zum Priester geweiht wurde und 1588 dem Jesuitenorden beitrat. Ende 1588 kehrte Oldcorne nach England zurück und wirkte er 17 Jahre lang hauptsächlich in Worcestershire - der Grafschaft rund um Worcester. 1601 unternahm er eine Pilgerreise zu Winifreds Quelle in Holywell in Wales, um Heilung von seinem Kehlkopfkrebs zu finden.

Gedenkkreuz auf dem Red Hill in Worchester
Gedenkkreuz auf dem Red Hill in Worchester

Als die Pulververschwörung von 1605 - sie zielte darauf ab, das englische Parlament zu zerstören und König Jakob I. zu ermorden - aufgedeckt wurde, befand sich Oldcorne im Herrenhaus Hindlip Hall bei Worcester, das seit 14 Jahren sein Hauptquartier war. Im Dezember versteckten sich dort weitere Jesuiten, die an der Verschwörung beteiligt waren und nun verfolgt wurden. Im Januar 1606 wurden das Haus und sein Gelände durchsucht, Oldcorne konnte sich verstecken, wurde aber nach einwöchiger Suche gefasst und in den Tower nach London gebracht. Manche behaupten, Oldcorne sei dann allein aufgrund seines Priesteramtes verurteilt und hingerichtet worden. Andere vermuten, es lag daran, dass er mehreren der Verschwörer - darunter auch dem Oberen der Jesuiten in England, Henry Garnet, Unterschlupf gewährt hatte. Er wurde dann an der Hinrichtungsstätte auf dem Red Hill - dem heutigen Statteil von Worchester - gehängt, ausgeweidet und gevierteilt.

Zusammen mit Eduard Oldcorne starb Radulph Ashley. Er war Koch am damaligen Englische Kolleg der dort neuen Universität in Douai in Frankreich, kam 1590 ans damalige Englische Kolleg nach Valladolid in Spanien und trat dort als Laienbruder dem Jesuitenorden bei. 1598 kam er nach England zurück und wurde Helfer von Eduard Oldcorne. Zusammen mit diesem wurde er im Herrenhaus Hindlip Hall verhaftet, in den Tower nach London gebracht und an der Hinrichtungsstätte auf dem Red Hill getötet.

Einige Reliquien von Eduard Oldcorne sind erhalten geblieben. An der Hinrichtungsstätte auf dem Red Hill - dem heutigen Statteil von Worchester - erinnert heute ein Gedenkkreuz.

Kanonisation: Eduard Oldcorne und Radulph Ashley wurden am 15. Dezember 1929 zusammen mit weiteren 102 Märtyrern von England und Wales von Papst Pius XI. seliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 11.02.2026

Quellen:
• https://en.wikipedia.org/wiki/Edward_Oldcorne - abgerufen am 10.02.2026
• https://www.facebook.com/photo?fbid=5229053013791289&set=pcb.5229053497124574 - abgerufen am 10.02.2026
• https://en.wikipedia.org/wiki/Ralph_Ashley - abgerufen am 10.02.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.