Ökumenisches Heiligenlexikon

Jakob de' Oldi

auch: Jakob Doldus
italienischer Name: Giacomo, Jacopo

1 Gedenktag katholisch: 18. April

Name bedeutet: der Nachgeborene oder: Gott schützt (hebr.)

Priester, Tertiar
* 1364 in Lodi bei Mailand in Italien
18. April 1404 in Lodi bei Mailand in Italien


Jakob, Sohn des Markgrafen Oldi und der Fiordonina, verlor früh seinen Vater, der ihm ein beträchtliches Erbe hinterließ. Jakob heiratete Caterina geb. Bocconi, mit der er drei Kinder bekam. Anfangs führte er ein ausschweifendes Leben. Während einer Pestepidemie zogen sie aufs Land nach Lodi Vecchio, dort besuchte Jakobus eine Kirche, in der sich eine Nachbildung des Heiligen Grabes Jesu' befand, was ihn tief bewegte. Als dann ihre beiden Töchter der Pest zum Opfer gefallen waren, erlebte Jakobus seine Bekehrung. Er verbrachte nun viel Zeit in der Kirche, tat Buße und pflegte einen kranken Priester, der ihm die lateinische Sprache beibrachte. Auch Jakobs Frau Caterina erlebte eine Bekehrung, beide legten das Gelübde der ewigen Enthaltsamkeit ab und traten als dem Tertiare dem Franziskanerorden bei.

1397 wurde Jakob zum Priester geweiht und richtete in einem seiner Häuser eine Kapelle - die spätere, Julianus von Lodi geweihte Kirche San Giuliano - ein, wo er sich mit einer kleinen Gruppe von Freunden zum Gebet traf. Ihr Lebensstil weckte bei den Franziskanern im Kloster an der Kirche San Francesco in Lodi den Verdacht, Jakob wolle einen neuen Zweig des Ordens zu gründen; er musste deshalb mit seinen Gefährten die Stadt verlassen. Sie gingen nach Lodi Vecchio an die Basilika San Bassiano, bis sie nach Lodi zurückkehren konnten und sich der Krankenpflege widmeten, insbesondere der Pflege von Kriegsgefangenen. Jakobs Bußübungen waren so streng, dass sein Bischof ihm anordnen musste, mindestens dreimal wöchentlich zu essen. Er starb, nachdem er sich bei einem seiner Patienten angesteckt hatte.

Jakob wurde in seiner Kirche San Giuliano bestattet. An seinem Grab ereigneten sich Wunder. Als sein Leichnam nach sieben Jahre erhoben wurde, war er unversehrt. 1580 wurden seine Gebeine in die benachbarte damalige Kirche Sant’Egidio und 1789 in den Dom übertragen.

Die Kirche San Giuliano in Lodi wurde nach 1741 aufgegeben, an ihrer Stelle ist heute der Vorgarten eines Privathauses aus dem 15. Jahrhundert.

Kanonisation: Jakobs Verehrung wurde 1806 von Papst Pius XI. genehmigt.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 15.08.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869
• https://www.katolsk.no/biografier/historisk/jlodi - abgerufen am 15.08.2026
• https://en.wikipedia.org/wiki/James_Oldo - abgerufen am 15.08.2026
• https://catholicsaints.info/blessed-james-oldo - abgerufen am 15.08.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.