Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes I. von Clairvaux

französischer Name: Jean
auch: von Grace-Dieu

1 Gedenktag katholisch: 20. April

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Abt in Arcis-le-Ponsart, Clairvaux und Benon
1280 (?)


Johannes war Benediktinermönch im damaligen Kloster an Saint-Denis - der heutigen Kathedrale - in Saint-Denis bei Paris und wurde 1232 Abt im Kloster Notre-Dame d'Igny der Zisterzienser in Arcis-le-Ponsart bei Reims und 1257 bis 1260/1261 Abt im Kloster Clairvaux - im heutigen Ortsteil von Ville-sous-la-Ferté bei Troyes. Ob seiner Frömmigkeit genoss er die besondere Freundschaft von König Ludwig IX. von Frankreich. Um 1262 wurde Johannes Abt im 1136 gegründeten Kloster La Grâce-Dieu in Benon bei La Rochelle.

Offenbar fälschlich wird erzählt, dieser Johannes sei auch Erzbischof von Mitylene - dem heutigen Mytilini - auf Lesbos in Griechenland gewesen. Nachdem Venedig 1198 dort Rechte erworben hatte, wurde um 1205 das Erzbistum Mitylene gegründet und ein Johannes wurde der erste Amtsinhaber. Dieser weihte 1228 den Chor der Kirche des damaligen Klosters zu den heiligen Makkabäern der Benediktinerinnen in Köln und starb am 20. April 1240, vielleicht in Clairvaux.

In der Französischen Revolution wurde das Kloster La Grâce-Dieu 1791 verkauft und die Kirche dann abgerissen. Heute sind die verbliebenen Gebäude Veranstaltungsort für Hochzeiten und Seminare und eine Pension.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 24.08.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Liste_des_abb%C3%A9s_de_Clairvaux - abgerufen am 24.08.2026
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_Notre-Dame_d'Igny#Annexes - abgerufen am 24.08.2026
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_de_La_Gr%C3%A2ce-Dieu_%C3%A0_Benon - abgerufen am 24.08.2026
• https://de.wikipedia.org/wiki/Titularerzbistum_Mitylene - abgerufen am 24.08.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.