Ökumenisches Heiligenlexikon

Julius Africanus

eigentlich: Sextus Iulius

1 Gedenktag katholisch: 10. April

Name bedeutet: aus dem Geschlecht der Julier (latein.)

Schritsteller
* um 165 in Emmaus Nicopolis, heute Ruinen nahe Imwas bei Jerusalem in Israel
nach 240


Julius war ein hochgebildeter Laie, der unter anderem in Alexandria studierte und dann im Dienst der römischen Kaiser stand. Unter Kaiser Alexander Severus war er maßgeblich beteiligt am Aufbau der öffentlichen Bibliothek im Pantheon in Rom. Er gilt als der Begründer der systematischen Verknüpfung biblischer Zeitrechnung mit der antiken Weltgeschichte. Sein Hauptwerk war eine Weltchronik in fünf Bänden, von der biblischen Schöpfung, die er auf 5499 v. Chr. datierte, bis zum Jahr 221. Sie diente späteren Kirchenhistorikern - darunter Eusebius von Cäsarea als wichtige Quelle. In einem Brief an Origenes wies er die Unechtheit der Erzählung von Susanna im 13. Kapitel des Buches Daniel nach und schuf damit eine frühe Form der kritischen Textanalyse biblischer Bücher. Intensiv befasste er sich mit der Erklärung der Unterschiede in den Stammbäumenen Jesu im Matthäusevangelium (1, 1 - 16) und Lukasevangelium (3, 23 - 38). Zudem verfasste er eine Enzyklopädie in 24 Bänden mit profanen Themen wie Landwirtschaft, Magie, Medizin und Militärtaktik.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 18.03.2026

Quellen:
• https://de.wikipedia.org/wiki/Sextus_Iulius_Africanus - abgerufen am 18.03.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.