Laurentius von Portugal
portugiesischer Name: Lourenço
auch: Lusitanus
, von Portugal
Gedenktag katholisch: 12. April
Name bedeutet: der Lorbeergeschmückte oder: Mann aus Laurentum (latein.)
Laurentius war Franziskaner. Um 1245 sandte ihn Papst Innocenz IV. als Missionar
in die Große Tatarei; als solche bezeichnete man die große Region in Nordasien, Zentralasien und Teilen Osteuropas, die von
den Tataren
- Mongolen und Turkvölker - bewohnt wurde und etwa das heutige Russland, Kasachstan, die Mongolei und die
westlichen Teile Chinas umfasste. Dort bekehrte Laurentius der Überlieferung zufolge zusammen mit mehreren Mitbrüdern viele
Menschen, die zuvor Muslime waren, so auch den Khan - den Herrscher der Mongolen - Sartak / Sartaq, den Urenkel von Dschingis
Khan, der 1257 starb, und mehrere Vornehme.
Tatsächlich hatte König Ludwig IX. von Frankreich den Franziskaner Wilhelm von Rubruk mit Briefen zu Sartak gesandt, denn Sartak war dem Christentum gegenüber sehr aufgeschlossen, hatte sich mit christlichen Schreibern und Priestern umgeben und war befreundet mit Großfürst Alexander Newskij. In Europa weckte das Hoffnungen auf ein Bündnis gegen die Muslime im Nahen Osten, aber Sartak blieb bis zu seinem frühen Tod Muslim.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 15.07.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche
Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869
• https://en.wikipedia.org/wiki/Sartaq_Khan - abgerufen am 15.07.2026
• https://en.wikipedia.org/wiki/Christianity_among_the_Mongols - abgerufen am 15.07.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.