Ökumenisches Heiligenlexikon

Leo von Saint-Bertin

auch: Leonius

1 Gedenktag katholisch: 26. Februar

Name bedeutet: der Löwe (latein.)

Abt in Lobbes und in Saint-Omer
26. Januar 1163 in Saint-Omer bei Calais in Frankreich


Leo wurde Benediktinermönch im damaligen Kloster Anchin in Pecquencourt bei Douai, 1131 Abt in Lobbes und 1138 der 43. Abt im damaligen Kloster Saint-Bertin in Saint-Omer. Er verteidigte die Unabhängigkeit seines Klosters gegen die Abtei Cluny, die Ansprüche erhob, nachdem Leos Vorgäner Lambert die Reformen von ClunyDie Reformen von Cluny gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Cluny in Burgund. Ziel war die strenge Beachtung der Benediktinerregel und Vertiefung der Frömmigkeit des einzelnen Mönches sowie eine neue Gewissenhaftigkeit bei der Feier des täglichen Gottesdienstes. Die Klosterwirtschaft sollte selbständig zum Erhalt des Klosters dienen können und die Klöster aus dem Herrschaftsanspruch der weltlichen Herren aber auch der Bischöfe herausgenommen und direkt dem Schutz des Papstes unterstellt werden. eingeführt hatte. Zudem förderte Leo die Schreibstube in seiner Abtei. Mit Bernhard von Clairvaux war er befreundet.

Die Abtei Anchin wurde während der Französischen Revolution unterdrückt und 1792 abgerissen, heute ist dort eine Schule mit Internat.

Im 11. Jahrhundert wurde das Kloster Sithiu nach Abt Bertin in Saint-Bertin umbenannt. Im 12. Jahrhundert wurde es dem Verband der Benediktinerklöster von Cluny angegliedert und reformiertDie Reformen von Cluny gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Cluny in Burgund. Ziel war die strenge Beachtung der Benediktinerregel und Vertiefung der Frömmigkeit des einzelnen Mönches sowie eine neue Gewissenhaftigkeit bei der Feier des täglichen Gottesdienstes. Die Klosterwirtschaft sollte selbständig zum Erhalt des Klosters dienen können und die Klöster aus dem Herrschaftsanspruch der weltlichen Herren aber auch der Bischöfe herausgenommen und direkt dem Schutz des Papstes unterstellt werden.. Im Mittelalter stand es in hoher Blüte, seine Kirche war ein herausragendes Bauwerk der Gotik des 14. Jahrhunderts. 1791 wurde das Kloster in der Französischen Revolution aufgelöst und verfiel, die Steine wurden zum Bau des Rathauses verwendet. Heute sind Mauerreste erhalten und der Grundriss der Klosterkirche ist im Boden markiert.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 06.06.2026

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6. Herder, Freiburg im Breisgau 1997

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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