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Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Grande

spanischer Name: Juan
auch: Johannes Peccator, der Sünder

Gedenktag katholisch: 3. Juni
Fest im Bistum Asidonia - Jerez de la Frontera
gebotener Gedenktag Gedenktag im Orden der Barmherzigen Brüder
nicht gebotener Gedenktag im Erzbistum Sevilla: 4. Juni

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Einsiedler, Ordensmann
* 6. März 1546 in Carmona in Spanien
† 3. Juni 1600 in Jerez de la Frontera in Spanien


Johannes Grande
Johannes Grande

Johannes, Sohn des Handwerkers Cristóbal Grande und der Isabel Román, erhielt eine gute christliche Erziehung, verlor mit elf Jahren den Vater und wurde dann in Sevilla zum Weber ausgebildet. Mit 17 Jahren kehrte er nach Hause zurück und arbeitete als Verkäufer von Textilien. Nach einer seelischen Krise verschenkte er im Alter von 22 Jahren sein Hab und Gut und zog sich in die Einsiedelei Santa Olalla in Marchena bei Carmona zurück, gelobte Ehelosigkeit und nannte sich Johannes der Sünder. Bald schon kümmerte er sich um ein armes, altes Ehepaar und erkannte dabei seine Berufung: Armen und Bedürftigen zu dienen.

Nach einem Jahr in der Einsiedelei ging Johannes nach Jerez de la Frontera, versorgte Bedürftige, Gefangene und als unheilbar aufgegebene Patienten und ging dafür in der Stadt Betteln. Unterstützung erhielt er dabei vom Franziskanerkloster. Als 1574 eine Epidemie die Stadt heimsuchte, explodierte die Zahl der unversorgten Kranken; deshalb beschloss er, ein Krankenhaus aufzubauen, das er Nuestra Señora de la Candelaria, Mariä Lichtmess, nannte. Er besuchte noch im selben Jahr das von Johannes von Gott in Granada gegründete Krankenhaus und beschloss, die dortigen Regeln zu übernehmen; man bezeichnet Johannes Grande deshalb auch als den Satztungsgeber für die durch Johannes von Gott aufgestellten Grundsätze; zugleich schloss er sich den Barmherzigen Brüdern an. In weiteren umliegenden Orten wurden Einrichtungen für Kranke eröffnet, wobei manche Widerstände der Behörden zu überwinden waren, weil denen die Behandlung aufwendig erschien, andererseits unterstützte nun der Erzbischof von Sevilla Johannes' Wirken.

Johannes starb, als in Jerez eine Pestepidemie ausbrach und er sich bei der Pflege der Kranken ansteckte.

Johannes wird als Prophet und Apostel der Gesundheitsversorgung bezeichnet. Heute gibt es in Jerez noch immer das Hospital San Juan Grande, auf dessen Gelände Johannes in einem für ihn eingerichteten Santuario verehrt wird. In Carmona wird sein Andenken in der Kirche de la Caridad des ehemaligen Klarissenkonvents bewahrt.

Kanonisation: Die Seligsprechung erfolgte am 13. November 1853 durch Pius IX., die Heiligsprechung am 2. Juni 1996 durch Papst Johannes Paul II..
Patron des Bistums Asidonia - Jerez de la Frontera





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.07.2018

Quellen:

• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XXIII, Nordhausen 2004
• http://es.wikipedia.org/wiki/Juan_Grande

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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