Ökumenisches Heiligenlexikon

Maelrubius von Applecross

auch: Malrubius, Maelruba, Maelrubha, Maolrubha, Maolrubha, Molroy, Errew, Summaryruff, Sagart-Ruadh, Rufus
gälische Namen: Máel Ruba, Maol Rubha, MoRubha, MaRuibhe, Ma-Rui,

1 Gedenktag katholisch: 21. April

Name bedeutet: der rothaarige Prinz (gälisch)

Priester, Klostergründer und Abt in Apur Crossan / Applecross
* 641 in der Gegend von Derry, heute Londonderry in Nordirland
21. April 722 auf Applecross in Wester Ross in Schottland


Mælrubius war ein Sohn von Elganach aus dem Fürstenhaus Niall und der Subtan, einer Nichte von Comgall von Bangor. Mælrubius trat in dessen Kloster Bangor bei Belfast in Nordirland ein und empfing dort die Priesterweihe. Um 671 ging er mit einer Gruppe von Mönchen nach Schottland, verbrachte vermutlich einige Zeit auf der Klosterinsel Iona und gründete dann um 673 das damalige Kloster - an der Stelle der heutigen Clachan-Kirche - auf der Halbinsel Apur Crossan / Applecross. Das Kloster spielte eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung des Christentums und der gälischen Kultur unter den Pikten im Norden Schottlands. Von seinem Kloster aus missionierte Mælrubius auf der Insel Skye, im Westen des schottischen Festlandes - dort gründete er die Kirche auf der dann nach ihm benannten Insel Maolruibhe / Maree im Loch Maree, von deren Friedhof Grabsteine erhalten sind und wo die Quelle für ihre heilende Wirkung, insbesondere bei psychischen Erkrankungen, berühmt war - und bis hinunter zur Insel Islay im Süden. Er praktizierte ein strenges Klosterleben und zeichnete sich aus durch Gelehrsamkeit und Wundertaten. Wohl unzutreffend ist die gelegentlich zu findende Überlieferung, dass Mælrubius bei einem Überfall der Wikinger als Märtyrer starb.

Zahlreiche Ortsnamen in den westlichen Highlands von Schottland zeugen von Mælrubius' großem Einfluss, fast vergleichbar mit dem von Kolumban „der Ältere”, deshalb wird Mælrubius Apostel der Pikten genannt.

Kanonisation: Die Verehrung von Mælrubius wurde am 11. Juli 1898 von Papst Leo XIII. genehmigt.





USB-Stick Heiligenlexikon als USB-Stick oder als DVD

Euro    Unterstützung für das Ökumenische Heiligenlexikon

   Artikel des Ökumenischen Heiligenlexikons bei Google gezielt anzeigen


Seite zum Ausdruck optimiert Unser Reise-Blog:
 
Reisen zu den Orten, an denen die
Heiligen lebten und verehrt werden.


Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren / Fehler melden

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum - Datenschutzerklärung

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Gondolf
Maharsapor von Persien
Hilarion derJüngere


Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 27.08.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://www.katolsk.no/biografier/historisk/malrubiu - abgerufen am 27.08.2026
• https://applecross.org.uk/trust-activities/heritage - abgerufen am 27.08.2026
• http://www.visit-applecross.org/pagex.asp?bioid=34060 - abgerufen am 27.08.2026
• https://en.wikipedia.org/wiki/M%C3%A1el_Ruba - abgerufen am 27.08.2026
• https://catholicsaints.info/saint-maelrubius-of-applecross - abgerufen am 27.08.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.