Ökumenisches Heiligenlexikon

Martha Le Bouteiller

französischer Name: Marthe
Taufname: Aimée-Adèle

1 Gedenktag katholisch: 18. März

Name bedeutet: die Herrin oder: die Bittere (hebr.)

Ordensschwester
* 2. Dezember 1816 in La Henrière, Ortsteil von Percy-en-Normandie bei Saint-Lô in Frankreich
18. März 1883 in Saint-Saveur-le-Vicomte bei Saint-Lô in Frankreich


Aimée-Adèle, drittes von vier Kindern der Bauern- und Weberfamilie von Andrea Le Bouteiller und Maria Francesca geb. Morel, verlor im Alter von elf Jahren ihren Vater. Sie besuchte die Schule, widmete aber die meiste Zeit der Unterstützung ihrer Mutter. 1842 trat sie im Kloster in Saint-Saveur-le-Vicomte der von Maria Magdalena Postel gegründeten Kongregation der Sœurs Écoles chrétiennes de la Miséricorde, der Barmherzigen Schwestern der Christlichen Schulen ein; diese hatte sie bei einer Wallfahrt zu Maria in La Chapelle-sur-Vire kennen gelernt.

Wallfahrtskirche La Chapelle-sur-Vire
Wallfahrtskirche La Chapelle-sur-Vire

Bald schon stürzte Martha in der Niederlassung der Barmherzigen Schwestern der Christlichen Schulen an der Wallfahrtskirche La Chapelle-sur-Vire beim Wäschewaschen in den Fluss, war gelähmt und fürchtete, aus dem Kloster verwiesen zu werden, konnte aber wenige Wochen später ihre Beine wieder bewegen. Sie arbeitete dann auf dem Bauernhof, im Garten und in der Küche und wurde für ihren hervorragenden Apfelwein bekannt, Sie war die Vertraute der Ordensgründerin und Schatzmeisterin der Kongregation. Nach zwei Stürzen starb sie durch einen Schlaganfall.

Martha Le Bouteiller wurde in ihrem Kloster bestattet, die Reliquien liegen heute im nördlichen Querschiff der Klosterkirche in Saint-Saveur-le-Vicomte. Am Geburtshaus von Martha Le Bouteiller in Percy-en-Normandie wurde eine Gedenktafel angebracht.

Das Kloster in Saint-Sauveur-le-Vicomte war 1067 als Benediktinerabtei gegründet worden; in der Französischen Revolution wurde diese aufgelöst, die Gebäude wurden 1791 einschließlich der Kirche verkauft. 1832 erwarb Maria Magdalena Postel das Anwesen und restaurierte die Gebäude, die nun Mutterhaus ihres Ordens wurden. Im 2. Weltkrieg wurde das Kloster in Juni 1944 bombardiert ist niedergebrannt, dann wurde es wieder aufgebaut; die Nonnen betreiben dort ein Kolleg.

Kanonisation: Martha Le Bouteiller wurde am 4. November 1990 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 28.06.2026

Quellen:
• https://en.wikipedia.org/wiki/Aim%C3%A9e-Ad%C3%A8le_Le_Bouteiller - abgerufen am 26.11.2025
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Marthe_Le_Bouteiller - abgerufen am 26.11.2025
• https://www.mmpostel.com/notre-histoire/bienheureuse-soeur-marthe-le-bouteiller - abgerufen am 26.11.2025
• Infotafel im Kloster in Saint-Sauveur-le-Vicomte
• Faltblatt Congregation des Sœurs de Sainte Marie Madelene Postel

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.