Ökumenisches Heiligenlexikon

Mauritius und Gefährten

italienischer Name: Maurizio

1 Gedenktag katholisch: 24. April

Name bedeutet: der Maure (Mohr) (latein.)

Märtyrer
* in der Thebais - der Gegend um Theben, heute Ruinen bei Al-Uqsur in Ägypten
um 303 (?) in Pinerolo bei Turin in Italien


Mauritius, Georg und Tiberius waren der rein legendarischen Überlieferung zufolge Soldaten in der Thebäischen Legion des Mauritius. Als diese Soldatengruppe in der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian dezimiert wurde, flohen sie demnach über die Alpen und wurden dann in Pinerolo gemartert, nachdem sie die Einwohner christianisiert hatten.

Tatsächlich starben Mauritius und Gefährten vielleicht während des Einfalls der Sarazenen im 13. Jahrhundert. Ihre Reliquien wurden in der Kirche San Maurizio des im 10. Jahrhundert gegründeten und 1748 aufgehobenen ehemaligen Klosters Santa Maria in Pinerolo verehrt. Eine Übertragung der Gebeine fand um 1587 statt, eine zweite 1627, schließlich eine dritte 1657. Nach der Auflösung des Klosters nahm die Verehrung allmählich ab, bis sie schließlich ganz verschwand. Dazu trug auch die Vernachlässigung durch die Pfarrer bei; einer von ihnen entwendete die Reliquien 1877, heute sind sie verschollen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 05.09.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://www.santiebeati.it/dettaglio/65700 - abgerufen am 05.09.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.