Ökumenisches Heiligenlexikon

Nerses IV. Schnorhali

deutscher Beiname: der Begnadete
auch: Nerses von Kla

1 Gedenktag katholisch: 13. August

1 Gedenktag armenisch: 13. August
bedacht in der armenischen Anaphora      Als Anaphora (griechisch: Erhebung) wird das Hochgebet bezeichnet, das liturgisch auf das Abendmahl hinführt.

Name bedeutet: ?

Katholikos von Armenien
* 1102 auf Burg Tzovk am See Hazar bei Elazığ in der Türkei
1173 in Hromkla, heute Rum Kalesi bei Gaziantep in der Türkei


Der Sohn der Adelsfamilie der Pahlavuni mit unbekanntem Taufnamen wurde im Roten Kloster in Kaysun - dem heutigen Çakırhüyük bei Adıyaman - ausgebildet und dann Mönch mit dem Mönchsnamen Nerses nach dem Vorbild von Nerses I. „dem Großen”. Sein Bruder Gregor III. Pahlavuni wurde 1113 zum Katholikos gewählt und gesalbt, er weihte Nerses 1120 zum Priester und 1125 zum Bischof. 1166 wurde Nerses als Nachfolger seines Bruders Katholikos mit Sitz in Hromkla. Als der herausragendste Theologe der Armenischen Kirche in jener Zeit führte er als Katholikos auch ökumenische Gespräche mit der Orthodoxen Kirche Kirche in Byzanz - dem heutigen Ístanbul. Er argumentierte, dass die Unterschiede in den Dogmen über die Natur Jesu Christi - ob Monophysitismus oder wie in den Beschlüssen des Konzils von Chalkedon - in der Liturgie und im Kirchenrecht legitime Ausprägungen des gemeinsamen christlichen Glaubens seien. Diese Gespräche wurden auch nach Nerses' Tod weitergeführt, scheiterten aber letztlich.

Wie schon seine Vorgänger, Papst Johannes Paul II. und Papst Franziskus, nahm nun Papst Leo XIV. einen armenischen Heiligen, nämlich Nerses, im Mai 2026 in das katholische Heiligenverzeichnis auf.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 23.06.2026

Quellen:
• https://katholisch.de/artikel/68679-die-oekumene-der-heiligen-getrennte-kirchen-gemeinsame-verehrung - abgerufen am 23.06.2026
• https://en.wikipedia.org/wiki/Nerses_IV_the_Gracious - abgerufen am 23.06.2026
• https://waterresources.ru/ozera/hazar-ozero - abgerufen am 23.06.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.