Ökumenisches Heiligenlexikon

Paphnutios von Jerusalem

auch: der Ägypter

1 Gedenktag katholisch: 19. April

Name bedeutet: der (zu) Gott Gehörende (griech.)

Priester, Märtyrer
um 300 oder 450im 5. Jahrhundert in Jerusalem in Israel


griechische Ikone
griechische Ikone

Paphnutius war der völlig ungesichrten Überlieferung zufolge Priester in Jerusalem, der das Martyrium erlitt, indem er mit Feuer und wilden Tieren gefoltert und dann durch das Schwert getötet wurde.

Nach mancher Überlieferung war Paphnutius Bischof in Ägypten, der zusammen mit Peleus, Nilus und Gefährten während der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian in die Kupferminen von Phainoi nach Palästina - dem heutigen Feynan in Jordanien - deportiert wurde und dort den Märtyrertod erlitt.

Paphnutius' Gebeine, die offenbar auf wundersame Weise aufgefunden wurden, wurden in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - verehrt, aus ihnen floss heilsames Öl, er gilt deshalb als einer der Myrrhespender; auch Wunder ereigneten sich demnach an seinem Grab.

Patriarch Germanos I. von Konstantinopel verfasste einen Kanon zu Ehren von Paphnutius. Die Liturgie für die Feier des Gefächtnissen wurde vor 842 in der Zeit des Streites um die Verehrung der Ikonen zusammengestellt, dabei wurde er angerufen mit der Bitte, dieser die Kirche spaltenden Häresie ein Ende zu setzen.

Paphnutius ist möglicherweise identisch mit Paphnutius, der Thais bekehrte, oder mit dem Einsiedler Paphnutius.

Patron für Frieden der Kirche





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 19.08.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://www.katolsk.no/biografier/historisk/pjerusal - abgerufen am 19.08.2026
• https://www.oca.org/saints/lives/2026/04/19/101150-hieromartyr-paphnutius-of-jerusalem - abgerufen am 19.08.2026
• https://www.johnsanidopoulos.com/2018/04/saints-and-feasts-of-april-19.html - abgerufen am 19.08.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.