Ökumenisches Heiligenlexikon

Abundius und Gefährten

Gedenktag katholisch: 16. September
Name bedeutet: der Reiche (latein.)
Priester, Märtyrer
† um 304 in Rom

Der römische Priester Abundius wurde zusammen mit seinem Diakon Abundantius gefangen genommen, weil er die Anbetung der Hercules-Statue verweigerte. Im Carcere Mamertino - dem Mamertine-Gefängnis - wurden sie gequält, dann zum Tod verurteilt. Auf dem Weg zum Richtplatz an der Stelle des heutigen Ortes Prima Porta begegneten sie Senator Marcian, der über seinen soeben verstorbenen Sohn Johannes weinte. Abundius betete für ihn und der Junge erwachte wieder zum Leben; Vater und Sohn wurden auf der Stelle Christen und deshalb zusammen mit Abundius und Abundantinus enthauptet.

Die Verehrung von Abundius und seinen Gefährten ist aus dem Privatkult einer Frau namens Theodora in Rignano Flaminio hervorgegangen. Die Grabinschrift für Abundius wird in den Vatikanischen Museen aufbewahrt. Unter Kaiser Otto III. wurden die Gebeine nach Rom übertragen, im 16. Jahrhundert wurden sie zusammen mit denen der Theodora in die Kirche del Gesù überführt.





Quellen:
• http://www.catholic-forum.com/saints/saintaa0.htm
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993



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