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Adaldag aus vornehmer sächsischen Familie war Domherr in Hildesheim, ab 927 am Hof von König Otto I. tätig, ab 936 als Kanzler. 937 wurde er von Otto zum Erzbischof von Bremen-Hamburg ernannt. Sein Einfluss auf die Politik blieb, 962 - 965 begleitete er Otto auf dessen zweiten Italienzug zur Kaiserkrönung in Rom.
Eine Legende erzählt, wie er von seiner Reise aus Italien viele Reliquien mibrachtet, die er dem Bremer Dom schenkte oder an die Stiftskirchen verteilte. Den Leichnam des heiligen == Victor brachte er nach Bassum. Dort erschien ihm Ansgar im Traum und ermahnte ihn, die Kirche in Bücken nicht untergehen zu lassen, deshalb widmete Adaldag ihr besondere Sorgfalt.
Adaldag gründete 947 und 948 die Bistümer Schleswig, Ripen - das heutige Ribe -, Århus und Odense in Dänemark sowie 968 das Bistum von Oldenburg in Holstein. Im Konflikt mit Erzbischof Brun I. von Köln setzte er die Selbständigkeit seines Erzbistums gegenüber Köln durch. 964 bot er in Hamburg Exil für den verbannten Benedikt V., dessen Wahl zum Papst umstritten war. 965 erlangte er das Marktrecht für Bremen. In hohem Alter musste er noch schwere Rückschlage in der Mission bei den Dänen und Slawen erleben und 983 die Zerstörung Hamburgs durch die Heiden.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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