Ökumenisches Heiligenlexikon

Ananias

Gedenktag katholisch: 25. Januar

Gedenktag orthodox: 1. Oktober
                                       4. Januar

Gedenktag armenisch: 11. Oktober
liturgische Feier am Dienstag nach dem 5. Sonntag nach Kreuzerhöhung

Name bedeutet: Geschenk Gottes (hebr.)

Wundertäter, Märtyrer
† 40 in Eleutheropolis - heute Bayt Jibrin

Kartenskizze

Jean II. Restout: Ananias heilt Paulus, 1719, im Musée du Louvre in Paris

Jean II. Restout: Ananias heilt Paulus, 1719, im Musée du Louvre in Paris

Ananias war Mitglied der urchristlichen Gemeinde in Damaskus. Er erhielt etwa in Jahr 33 von Gott eine Vision, vor die Stadt zu gehen und Paulus zu suchen, um dem Erblindeten die Hände aufzulegen und ihn zu heilen, worauf Paulus sich bekehrte, taufen ließ und wieder zu Kräften kam (Apostelgeschichte 9, 10 - 19).

Die Legende lässt Ananias später im ganzen heiligen Land, von Damaskus bis Eleutheropolis - dem heutigen Bayt Jibrin - im Süden Israels das Evangelium verkünden. Vor Statthalter Licinius geführt, bekannte er standhaft seinen Glauben, wurde geschlagen und schließlich gesteinigt. Sein Leichnam wurde demnach nach Damaskus. gebracht und dort bestattet.

In Damaskus gibt es die Ananias-Kapelle, ihr Platz sei der Keller seines Hauses, in dem Paulus nach seiner Bekehrung einige Zeit lebte.





Quellen:
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XXII, Nordhausen 2003
• Vollständiges Heiligen-Lexikon ..., 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858