Ökumenisches Heiligenlexikon

Benedikt Menni
italienischer Name: Benedetto

Gedenktag katholisch: 24. April
     nicht gebotener Gedenktag im Orden der Barmherzigen Brüder
Name bedeutet: der Gesegnete (latein.)
Priester, Mönch, Ordensgründer
* 11. März 1841 in Mailand in Italien
† 24. April 1914 in Dinan in Frankreich
Kartenskizze Kartenskizze

Benedetto Menni, fünftes Kind einer Familie mit 15 Kindern, arbeitete als Bankangestellter. Nach der Schlacht von Magenta zwischen Österreich und dem Königreich Piemont-Sardinien sowie Frankreich 1859 half er bei der Pflege Verwunderter im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder des Johannes von Gott und trat im folgenden Jahr in den Orden ein. Er studierte in Lodi und in Rom, 1866 wurde er zum Priester geweiht. 1867 beauftragte ihn Papst Pius IX. mit der Aufgabe der der Erneuerung des Ordens in Spanien, Portugal und Lateinamerika. In der spanischen Revolution von 1872 geriet er dabei in Haft, konnte aber danach mehrere Ordenshäuser zur Versorgung für Kranke, Waisen, Alte und geistig Behinderte gründen. 1881 war er Mitbegründer des weiblichen Zweigs, der Hospitalschwestern des heiligsten Herzens Jesu mit Sitz in in Ciempozuelos bei Madrid.

1884 wurden die Einrichtungen auf der iberischen Halbinsel zur eigenen Ordensprovinz, Benedetto wirkte bis 1903 als ihr Provinzial. 1909 bis 1911 war er als apostolischer Visitator beauftragt, 1911 wurde er zum Generalprior ernannt. Ein Jahr danach legte er dieses Amt wegen interner Schwierigkeiten nieder.

Benedikts Grab ist in Ciempozuelos bei Madrid.

Kanonisation: Benedetto Menni wurde 1985 von Papst Johannes Paul II. selig und 1999 von ihm heiliggesprochen.
Patron der ehrenamtlichen Helfer

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Quellen:
• Ferdinand Holböck: Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 2. Christiana, Stein am Rhein 1992
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994


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