Ökumenisches Heiligenlexikon

Charitas Brader
Taufname: Maria Josefa Karolina

Gedenktag katholisch: 27. Februar
n.g. Gedenktag in Sankt Gallen

Name bedeutet: Ch: die Liebe (latein.)
M: die Beleibte / die Schöne / die Bittere / die von Gott Geliebte (aramäisch)
J: Gott hat hinzugefügt (hebr.)
C: die Tüchtige (althochdt.)

Nonne, Ordensgründerin
* 14. August 1860 in Kaltbrunn bei St. Gallen in der Schweiz
† 27. Februar 1943 in Pasto in Kolumbien

Maria Josefa Karoline Brader trat 1880 ins Kapuzinerinnenkloster in Altstätten ein und wählte als Ordensnamen Maria Charitas von der Liebe des Heiligen Geistes. Unter der Leitung von Maria Bernarda Bütler ging sie 1888 zusammen mit weiteren Schwestern zur Missionsarbeit nach Ecuador, dann wegen der Revolution 1895 nach Kolumbien. Dort gründete sie in Pasto die Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis, deren Aufgabe in der Lehrertätigkeit bestand. Berichtet wird, welch hohen Stellenwert die eucharistische Frömmigkeit für Schwester Charitas hatte.

Gedenktafel für Maria Charitas Brader und Maria Bernarda Bütler im Kapuzinerinnenkloster Maria Hilf in Altstätten

Gedenktafel für Maria Charitas Brader und Maria Bernarda Bütler im Kapuzinerinnenkloster Maria Hilf in Altstätten

Kanonisation: Maria Charitas Brader wurde am 23. März 2003 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.





Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994