Ökumenisches Heiligenlexikon

Ephraem (Ephraim) der Syrer

Gedenktag katholisch: 9. Juni
     n.g. Gedenktag
Gedenktag evangelisch: 9. Juni
Gedenktag anglikanisch: 9. Juni
Gedenktag orthodox: 28. Januar
Gedenktag armenisch: 28. Januar
     liturgische Feier am Samstag am oder nach dem 30. Dezember
     und am sechsten Samstag nach dem Kreuzerhöhungssonntag
Gedenktag koptisch: 9. Juli
     Übertragung der Reliquien: 28. Januar
Gedenktag syrisch-orthodox: Samstag vor dem ersten Fastensonntag
Gedenktag malabrisch: 18. Juni
Name bedeutet: der doppelt Fruchtbare (hebr.)
Diakon, Kirchenlehrer
* um 306 in Nisibis, heute Nusaybin in der Türkei
† im Juni 373 in Edessa, heute Sanlıurfa in der Türkei
Kartenskizze

Fresko, 13. Jahrhundert, aus Amida, dem heutigen Diyarbakır in der Türkei

Fresko, 13. Jahrhundert, aus Amida - dem heutigen Diyarbakır - in der Türkei   

Ephraem war das Kind christlicher Eltern, nach anderen Quellen der Sohn eines heidnischen Priesters. Mit 18 Jahren wurde er getauft, mit 30 zum Diakon geweiht. Er war als theologischer Lehrer in seiner Heimatstadt tätig, bis er 363 nach Edessa floh, als Nisibis an die Perser fiel.

In Edessa lebte er zunächst als Einsiedler, gründete dann eine Schule und gewann wegen seiner Weisheit und seiner Frömmigkeit großen Einfluss. Sein wissenschaftliches Hauptinteresse galt der Heiligen Schrift, er schrieb dogmatische und moraltheologische Werke. Bei der Glaubensverkündigung übernahm er Methoden seiner Gegner, die religiöse Inhalte unter das Volk brachten, indem sie sie mit populärer Musik verbreiteten. Ephraim überbot dabei seine Konkurrenten an Können, Musikalität und Erfolg, was ihm den Ehrentitel Harfe des heiligen Geistes eintrug. Er veröffentlichte zahlreiche Schriften, insbesondere Hymnen. Die bekanntesten der mehr als hundert überlieferten Hymnen sind Lobgesänge auf Maria.

Ephraem zählt in der orthodoxen Kirche zu den Kirchenlehrern, in der katholischen erhielt er 1920 ebenfalls diesen Titel.

Catholic Encyclopedia

Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• http://www.glaubenszeugen.de/kalender/e/kale021.htm



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