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Albrecht Dürer: Der kranke
Ijob wird von seiner Frau gepflegt. Altarbild, um 1504, Städelsches
Kunstinstitut in Frankfurt

Ijob ist die Hauptfigur der romanhaften Lehrdichtung des nach ihm benannten Buches im Alten Testament, das wohl im 5. oder 4. Jahrhundert v. Chr. in Israel entstanden ist. Der Prophet Ezechiel berichtet in seinem Buch (14, 14. 20) von Ijob als historischer Person.
Erzählt wird im Ijobbuch zunächst von dem übergroßen Leid, das der zunächst
fromme, rechtschaffene und mit Reichtum gesegnete Ijob erfahren musste: nach und nach kommen die
Hiobsbotschaften
über den Verlust seines gesamten Besitzes, dann sterben alle
seine Kinder, schließlich wird er selbst todkrank, vom Aussatz befallen. In drei
großen Unterredungen ringt Ijob darum, über seine Klage hinauszukommen und den
Sinn dieses Leidens zu verstehen. Die frommen Worte und Erklärungsversuche
seiner Freunde helfen ihm nicht; er wendet sich in Klage und Anklage,
hilferufend und zornig, bittend und flehend, an Gott selbst, der ihm in
eindrucksvollen Reden antwortet. Ijob erkennt seine eigene Sündhaftigkeit und
schließlich die überragende Schöpfermacht Gottes, der als Herr der Geschichte
und des Lebens unser Menschenleben prägt, auch wenn wir das oft nicht verstehen.
Auf die leidenschaftliche Frage nach dem Warum?
erhält Ijob keine Antwort,
er anerkennt dennoch und gerade deshalb Gott als Herrn: Ich habe erkannt, dass
du alles vermagst. ... Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört; nun aber hat
mich dein Auge gesehen
(Ijob 42, 2. 5) - und erhält schließlich alles Verlorene
doppelt ersetzt.
Das
wissenschaftliche Bibellexikon im Internet bietet in seinem Artikel
über Hiob und das Hiobbuch ausführliche und fundierte Informationen.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Maerten van Heemskerck: Der Triumph des Ijob, 1559, National Gallery of Art in
Washington

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