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Aus: Jean-Jacques Boissard / Theodor de Bry: Bibliotheca chalcographica, hoc est
Virtute et eruditione clarorum Virorum Imagines. Heidelberg:
Clemens Ammon, 1669 ![]()
Justus Jonas studierte Jura in Erfurt und wurde dort Professor. In Studien der Schriften von Erasmus von Rotterdam fand er den Weg zur Theologie. 1521 wurde er Professor in Wittenberg und sorgte mit Kirchenvisitationen für die Durchführung der Reformation in Kursachsen und Meißen. In Halle, das Erzbischof Albrecht von Mainz unterstand, setzte er 1541 die Reformation durch. Nach dem Interim kehrten die katholischen Stadtherren, die Erzbischöfe von Magdeburg, wieder nach Halle zurück, Justus Jonas wurde entlassen. 1551 wurde er Hofprediger in Coburg, 1552 organisierte er das protestantische Kirchenwesen in Regensburg, 1553 wurde er Superintendent in Eisfeld. Er war Martin Luther und Philipp Melanchthon eng verbunden, war auch bei Luthers Tod 1546 in Eisleben anwesend und hielt ihm die Grabrede.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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