Gedenktag katholisch: 4. März
nicht gebotener Gedenktag
Name bedeutet: Stifter des Friedens (slawisch)
unbekannter Künstler: Gemälde, um 1520, im Litauischen Kunst-Museum in
Vilnius 
Kasimir war der zweite Sohn des polnischen Königs Kasimir IV. aus der Dynastie der Jagiellonen und seiner Frau Elisabeth von Österreich, der Tochter des böhmischen und ungarischen Königs, die ihn betont christlich erzog. Als Kasimir 13 Jahre alt war, wurde er vom aufständischen ungarischen Adel zum Gegenkönig gewählt und von seinem Vater mit einer Armee nach Ungarn gesandt, sein Rivale Matthias Corvinus verhinderte aber den Amtsantritt. Kasimir konnte sich nun ganz seinen geistlichen Neigungen hingeben. 1481 lehnte er die erwünschte Ehe mit der Tochter des deutschen Kaisers Friedrich III. ab, da er Keuschheit gelobt habe. Er war ein großer Verehrer der Maria; Friedensliebe, Askese und soziales Engagement zeichneten ihn aus.
Als sich sein Vater für einige Jahre in Litauen aufhalten musste, um sein Reich gegen russische Infiltration zu schützen,
übernahm Kasimir 1481 als Statthalter die Verwaltung in Polen und erwarb sich schnell Anerkennung und Achtung beim Volk als
Bruder und Beschützer der Armen
wegen seiner Gerechtigkeit und Sittenstrenge, aber auch weil es ihm gelang, Ordnung
gegen das Räuberunwesen wieder herzustellen. Sein Vater holte ihn 1483 zur Unterstützung nach Litauen, wo er vom Volk bald
ob seines heiligmäßigen Lebens hoch verehrt wurde. Er erkrankte an einer plötzlich auftretenden Schwindsucht und starb am
Hof in Grodno (Hrodna).
Kasimirs Grab war in der Anfang des 17. Jahrhunderts von Jesuiten für ihn erbauten Kasimir-Kirche in Vilnius, die in den Napoleonischen Kriegen profaniert wurde. Nach der Übergabe der Kirche an die Orthodoxen 1832 kamen seine Gebeine in die Kathedrale. Nach dem 2. Weltkrieg, als die Kathedrale von der Sowjetmacht geschlossen wurde, brachte man die Reliquien in die St.-Peter-und-Pauls-Kirche, jetzt sind sie wieder in der Kathedrale. Die frühbarocke Kasimir-Kapelle ist eine der schönsten Kapellen in der Kathedrale, besonders reich an Fresken und Skulpturen.
Kanonisation:
Die von Papst Leo X. schon ausgestellte Kanonisationsbulle für Kasimir ging 1521 wegen der Plünderung
Roms verloren. 1602 stellte Papst Clemens VIII.
eine zweite Urkunde zur Heiligsprechung aus. 1636 wurde Kasimir von Papst Urban VIII. zum Schutzheiligen des Großreiches
Polen-Litauen erklärt
Attribute:
Lilie
Patron
von Polen und Litauen, der Jugend; gegen Pest, Religions- und Vaterlandsfeinde
Kathedrale in Vilnius mit der Kaisimir-Kapelle

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren
Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen
Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
|
||||||||||||||||||||||