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Ökumenisches Heiligenlexikon

Melania von Rom (die Ältere)

Gedenktag katholisch: 8. Juni

Gedenktag orthodox: 8. Juni

Name bedeutet: die Schwarze (griech.)

Wohltäterin, Klostergründerin und Äbtissin in Jerusalem
* um 342 in Rom
† um 409 in Jerusalem in Israel


Abbildung in einer Handschrift (Ms. D51, folio 220v) aus dem 11. Jahrhundert im Kloster der Großen Lavra auf dem Athos
Abbildung in einer Handschrift (Ms. D51, folio 220v) aus dem 11. Jahrhundert im Kloster der Großen Lavra auf dem Athos

Melania war die Tochter - oder Enkelin - des römischen Konsuls Antonius Marcellinus und heiratete den Präfekten Valerius Maximus. Nachdem ihr Mann starb, als sie 22 Jahre alt war, und auch zwei ihrer drei Kinder tot waren, gab sie ihren Sohn Publicola in Pflege, verschenkte einiges aus ihrem Besitz und pilgerte 372 nach Ägypten, besuchte die Mönche in der Wüste vonNitria und einige der von Kaiser Valens verfolgte Christen. Dann reiste sie ins Heilige Land, wo sie mit Paula von Rom zusammentraf und auf dem Ölberg bei Jerusalem ein Kloster zur Unterstützung von Pilgern gründete; unterstützt wurde sie von Rufinus, der als Leiter wirkte, sie selbst wurde Vorsteherin des Frauenklosters, einer Gemeinschaft von 50 Nonnen.

Während eines Besuches in der Heimatstadt Rom kurz vor 400 beeindruckte sie ihre gleichnamige Enkelin Melania und trug zu deren Entschluss bei, gleich der Großmutter nach Ägypten und ins Heilige Land zu gehen. Auf ihrer Rückreise über Nordafrika vor 408 überbrachte Melania Augustinus in Hippo einen Brief ihres Vetters Paulinus von Nola.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 22.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• http://www2.evansville.edu/ecoleweb/glossary/melania.html
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000