Gedenktag katholisch: 22. Juni
nicht gebotener Gedenktag
Gedenktag in Nola: 26. Juni
Gedenktag evangelisch: 22. Juni
Gedenktag orthodox: 22. Juni
23. Januar
Gedenktag armenisch: 8. September
Name bedeutet: der Kleine (griech. - latein.)
Paulinus stammte aus einer römischen Senatorenfamilie, er war der Vetter der älteren Melania von Rom. Paulinus erhielt eine umfassende wissenschaftliche Bildung und wurde 378 Vizekonsul, 381 Statthalter in der Region Kampanien. Als er 381 das Fest des Felix in Nola erlebte, wurde Paulinus' Bekehrung zum Christentum angeregt. Um 385 heiratete er Tarasia, weinig später ließ er sich taufen; Ambrosius von Mailand wurde sein geistlicher Begleiter. Nach dem frühen Tod seines Sohnes 393 verkaufte er seinen Besitz und lebte mit seiner Frau zurückgezogen in den Pyrenäen. 394 wurde er in Barcelona zum Priester geweiht, 395 gründete er zusammen mit seiner Frau eine streng asketische klösterliche Gemeinschaft an Felix' Grab in Nola. Um 404 wurde er unter dem Jubel des Volkes zum Bischof gewählt, das Amt gab er 415 wieder auf. Als Bischof sorgte er für die Armen, linderte die durch den Einfall der Westgoten unter Alarich entstandene Not und ließ viele Kirchen bauen und erneuern.
Erhalten sind Briefe an Sulpicius Severus und Augustinus. Alles literarische Wirken solle sich um Christus drehen, sagte er, um damit für die Gabe der Rede Dankbarkeit zu erweisen, so wie überhaupt das ganze Leben auf Christus ausgerichtet sein solle, wozu das Klosterleben das Urbild sei.
Paulinus wurde unter großer Anteilnahme in Nola bestattet. Reliquien sind auch in Rom. Alljährlich gedenken die Bewohner von Nola am 26. Juni mit einem fröhlichen Umzug ihres verehrten Bischofs.
Patron
von Nola und
Regensburg; der Müller
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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