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Anastasios Kefalas wurde als Sohn des Thenes und der Vassiliki Kefalas geboren.
Zuerst arbeitete er in jungen Jahren als Gehilfe in einem Tabakgeschäft und erhielt
dann eine erste schulische Bildung in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul.
1866 wurde er Lehrer auf der Insel Chios.
1876 konnte er in das berühmte Neue Kloster
, Nea Moni
auf Chios eintreten
und erhielt zuerst den Namen Lazaros. Drei Jahre lebte er dort ein asketisches Leben,
dann wurde er vom Metropoliten von Chios zum Mönchsdiakon geweiht und erhielt den Namen
Nektarios. In Athen
vollendete er 1885 sein Studium und kam dann als Mitglied des Klerus des Apostolischen
Sitzes von Alexandria
nach Ägypten, wo er zum Priester geweiht wurde. 1889 wurde er zum (Titular-) Metropoliten der
Pentapolis geweiht.
Als Metropolit wirkte Nektarios als Patriarchalvikar von Kairo.
Er kümmerte sich besonders um das Vermögen des Patriarchates. Sein Ruhm veranlasste
jedoch viele neidische Kleriker, sich gegen ihn zu wenden und zu behaupten, er
strebe nach dem Patriarchenthron. 16 Monate nach seiner Weihe zum Metropoliten
wurde er erstmals von Patriarch Sofronios angegriffen, seines Amtes als Patriarchalvikar
von Kairo enthoben und aus Ägypten weggeschickt. 1891 wurde er zum einfachen
Aushilfsgeistlichen auf Euböa
bestellt. 1894 wurde er durch königlichen Erlass Direktor des Priesterseminars in
Athen.
Nach seiner Pensionierung 1908 gewährt wurde zog er sich auf die Insel Ägina / Aigina
zurück, wo er das alte Kloster Zur lebenspendenden Quelle
neu gründete und
der Heiligen Dreieinigkeit weihte. Dort lehrte er, malte Ikonen, ermutigte
die Gläubigen und verfasste Bücher, so die 1912/13 in zwei Bänden erschienene
Historische Studie über die Ursachen des Schismas von 1054, über die Gründe
der Fortdauer und die Möglichkeit oder Unmöglichkeit der Vereinigung der östlichen
und der westlichen Kirche
, eine Historische Studie über das kostbare
Kreuz
, eine Studie über die göttlichen Mysterien
, eine Christliche
Ethik
, einen Katechismus, eine Abhandlung über die Ökumenischen Konzilien, eine
Evangelienharmonie und Arbeiten zur Christologie und zur Gottesmutter.
In einem umfangreichen Briefwechsel pflegte er einen intensiven Gedankenaustausch
auch mit den Kirchen des Westens, u.a. mit dem Abt des unierten Klosters von Grottaferrata
bei Rom.
Nach seinem Tod nach kurzem Krankenhausaufenthalt wurde Nektarios unter großer
Beteiligung des Volkes nach Ägina / Aigina
überführt und am Klosterhof beigesetzt. Bald begann die Wallfahrt
zu seinem Grab, so dass man 1953 das Grab öffnete und seine Gebeine
in die Kirche übertrug. 1998 wurden seine Reliquien erhoben. Dabei erklärte
Patriarch Petros VII. von Alexandria:
Das Griechische Orthodoxe Patriarchat von Alexandria und Ganz Afrika bittet nun
unter meiner Führung und 108 Jahre nach der ungerechten Verbannung des hl. Nektarios
vom alexandrinischen Sitz durch einen Entscheid der Heiligen Synode von Alexandreia
den Heiligen um Vergebung für die ungerechten Handlungen der früheren Patriarchen.
Seine starke und heilige Persönlichkeit, seine unwiderstehliche Charakterfestigkeit
und seine heiligen Lehren sind einige der Beispiele, die wir zusammen mit allen
Gläubigen, Klerikern wie Laien, nachahmen sollen. Sein heiliges Leben war der Grund,
dass er vom christlichen Bewusstsein der Orthodoxen
Kirche als ein
Nektarios wurde einer der beliebtesten Heiligen des griechischen Raumes aus
dem 20. Jahrhundert.Heiliger unseres Jahrhunderts
anerkannt wurde.
Am 20. April 1961 wurde Nektarios von der Synode des Ökumenischen Patriarchates in Konstantinopel kanonisiert und der 9. November zu seinem Festtag bestimmt.
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