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Peter de Hondt (lateinisch canis
= Hund
) war der Sohn des Bürgermeisters
von Nijmwegen
das damals zum deutschen Geldern
gehörte. Er studierte in Köln,
1543 trat er als erster Deutscher in den Jesuitenorden
ein. In vielen Teilen Deutschlands gründete er Jesuitenzentren, so die erste
deutsche Ordensniederlassung der Jesuiten in Köln. Er lehrte an deutschen
Universitäten, darunter in Köln und Wien,
wirkte als Prediger in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich und in Böhmen,
war Universitätsrektor in Ingolstadt,
Domprediger in Wien. Die ihm angetragene Würde des Bischofs von Wien lehnte er
ab, um weiter in ganz Europa lehren zu können.
Petrus war der Sprecher der katholischen Bürgerschaft in Köln,
während der Erzbischof dem Protestantismus zuneigte. Er war maßgeblich am
Reichstag in Augsburg von
1556 beteiligt und begleitete den Augsburger
Bischof als Berater auf das Konzil
von Trient. Von dort berief ihn der Ordensgründer Ignatius
nach Rom,
um ihn als Führer der Gegenreformation wieder nach Deutschland zu senden. Dabei
wurde der von Canisius in Deutschland aufgebaute Jesuitenorden
zu einem entscheidenden Faktor. Als sein bekanntestes Werk gilt sein Deutscher
Katechismus
, ein Werk in drei Bänden für Kinder, Schüler und Studenten, in dem
in der Form knapper Fragen und Antworten der Glaube der katholischen Kirche
vermittelt wird; das Buch erlebte in nur zehn Jahren 55 Auflagen in neun
Sprachen.
Gemälde in der Kollegiatskirche: Petrus lehrt in Fribourg,
u.a. den Papst ![]()
Nach Auseinandersetzungen mit seinem Nachfolger als Ordensprovinzial wurde Petrus 1580 nach Fribourg versetzt, wo er ein Kolleg gründete, aus dem später die Universität der statt wuchs. Hier starb er und wurde zunächst unter dem Hochaltar der Kollegiatskirche Sankt Michael bestattet, heute ist ihm eine eigene, an die Kirche angebaute Grabkapelle gewidmet.
Petrus Canisius gilt der katholischen Kirche als der zweite Apostel
Deutschlands
nach Bonifatius;
diese Bezeichnung des Gegenreformators ist protestantischen Christen ein
ökumenisches Ärgernis.
Kanonisation:
Canisius wurde 1864 selig gesprochen, 1897 erhielt er den Titel Zweiter Apostel
Deutschlands
verliehen. 1925 erfolgte die Heiligsprechung und die Ernennung zum
Kirchenlehrer.
Attribute:
Schädel, Kruzifix, Katechismus
Patron
der katholischen Schulorganisation in Deutschland; der Diözese Innsbruck
Bauernregeln:
Hat St. Peter das Wetter schön, / kannst du Kohl und Erbsen sä'n.
Auf des heiligen Peters Fest, / sucht der Storch sein Nest.
Gemälde in Petrus' Sterbezimmer im Jesuitenkolleg in Fribourg
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Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Infos
über Petrus
Canisius - Leben und Werk
gibt es bei der kath. Studentengemeinde der Uni
Rostock.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
Petrus' Grabkapelle an der Jesuitenkirche St. Michael in Fribourg
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