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zeitgenössisches Gemälde, im Besitz der Familie eines Verwandte, im Schloss von
Ville-sur-Illon in den Vogesen 
Pierre Fourier war ein fröhlicher und lebensfroher Kaufmannssohn. Er trat im Alter von 20 Jahren in die Augustiner-Chorherren-Abtei Chaumousey ein, in der ein eher muffiger Geist herrschte. Nach dem Theologiestudium und der 1589 in Trier empfangenen Priesterweihe wurde er Pfarrer in dem kleinen, mehrheitlich calvinistischen Vogesendorf Mattaincourt. Hier gründete er Bruderschaften, eine Art gemeinsame Notkasse, aus der alle in Not Geratenen Darlehen erhielten. In der fehlenden Schulbildung erkannte er die Hauptwurzel sozialen Elends, folglich gründete er Schulen und ermöglichte eine kostenlose Schulbildung. Seine pädagischen Methoden waren auch nach heutigen Maßstäben recht modern.
1597 entstand aus dieser Arbeit ein Lehrorden mit der Aufgabe der Ausbildung
junger Mädchen
. Papst Paul V. bestätigte bald darauf diesen Orden, der sich
schnell über viele Länder ausbreitete. Eine von Pierre durchgesetzte Reform der
schon länger bestehenden Regulierten Chorherren von Unserem Heiligen Heiland
machte diese Gemeinschaft zum Gegenstück für männliche Jugendliche.
Pierres Grab ist in der Kirche in Mattaincourt.
Schon während seines Lebens verbreitete sich sein vorbildlicher Ruf als Mensch,
Seelsorger, Pädagoge und Sozialarbeiter, er galt nach seinem Tod als der
Heilige Lothringens
und genoss lange besondere Verehrung.
Kanonisation:
Pierre wurde 1730 selig und 1897 heiliggesprochen.
Martyrologium Romanum Flori-Legium
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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