Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.


 


Ökumenisches Heiligenlexikon

Florentinus Asensio Barroso

spanischer Name: Florentino

Gedenktag katholisch: 9. August

Name bedeutet: F: der Blühende (latein.)

Titularbischof von Euroea in Epiro, Apostolischer Administrator in Barbastro, Märtyrer
* 16. Oktober 1877 in Villasexmir bei Valladolid in Spanien
† 9. August 1936 in Barbastro in Spanien


Florentinus Asensio Barroso war eines der neun Kinder des Hausierers Jacinto Asensio González und der Gabina Barroso Vásquez, die Teilhaberin im Dorfladen war. Noch sehr jung trat er in Valladolid ins Priesterseminar ein und wurde 1901 im Alter von erst 23 Jahren zum Priester geweiht. Im selben Jahr wurde er Pfarrer in Villaverde de Medina, 1902 kam er zum Erzbischof nach Valladolid, wurde als dessen Sekretär zuständig für Seelsorge und das Archiv und bald schon für die Bewirtschaftung des bischöflichen Palastes. 1906 promovierte er nebenbei in Theologie an der Päpstlichen Universität in Valladolid, wo er ab 1909 - zum Professor der Metaphysik ernannt - lehrte. 1910 wurde er zum Domherr der Kathedrale gewählt und 1915 Direktor der Fonds der Erzdiözese, 1918 wurde er zum Kanoniker befördert. Als Beichtvater diente er am Theologischen Seminar, in mehreren Klöstern und in einem Krankenhaus, ab 1925 als Pfarrer des Metropolitankapitels von Valladolid. Von Februar 1932 bis April 1935 war er Direktor des Gebetsapostolats.

1936 wurde Barroso zum Titularbischof von Euroea in Epiro - dem heutigen Paramythia in Griechenland - und Apostolischen Administrator von Barbastro ernannt. Am Beginn des Spanischen Bürgerkrieges war Barbastro ein wichtiger Stützpunkt der regierungstreuen linken Kräfte gegen die faschistischen Putschisten unter General Franco; auf ihrem Vormarsch, sich Franco entgegenzustellen, kamen Truppen aus Barcelona; diese Radikalen machten Station in Barbastro und verfolgten hier grausam alle kirchlichen Kräfte, weil die spanischen Bischöfe die Putschisten unterstützten. Barroso erhielt am 22. Juli Hausarrest im Bischofspalast, dann wurde er am Tag vor seinem Tod zusammen mit anderen Priestern und Ordensleuten - darunter die Seminaristen des Kollegs der Claretiner wie Sebastian Calvo Martínez und Gefährten - im Theatersaal des Piaristenkollegs eingesperrt. Hier musste er Spott, Schläge und Genitalverstümmelung erdulden; blutend wurde er am folgenden Tag auf den Friedhof geschleppt und dort erschossen.

Kathedrale in Barbastro
Kathedrale in Barbastro

Insgesamt starben im Bürgerkrieg in der Diözese Barbastro außer dem Bischof 13 Domherren der Kathedrale, 113 der 131 Diözesanpriester, 5 Seminaristen, 51 == Claretiner, 9 Piaristen und 18 Benediktinermönche des Klosters San Victorián bei El Pueyo de Araguás. In der Stadt Barbastro wurde das Seminar der Claretiner in einen Trümmerhaufen verwandelt, vier Kirchen wurden zerstört, dazu vier weitere in der Diözese; mehr als 200 Kirchen wurden geplündert und als Garagen, Lagerhallen und in einigen Fällen sogar als Ballsaal missbraucht.

Der Leichnam von Florentinus Asensio Barroso wurde zusammen mit den anderen zwölf an diesem Tag Hingerichteten in ein Massengrab geworfen. Nach dem Bürgerkrieg wurde dieses Massengrab geöffnet und die Männer identifiziert; Barrosos Körper war völlig unversehrt und wurde nun in der Krypta unter dem Chor der Kathedrale bestattet. Anlässlich der Seligsprechung wurden Barrosos noch immer unverweste Gebeine in eine Kapelle der Kathedrale überführt, wo sie nun verehrt werden.

Kanonisation: Florentinus Asensio Barroso wurde von Papst Johannes Paul II. am 4. Mai 1997 zusammen mit dem Märtyrer Zephyrinus Giménez Malla aus Barbastro seliggesprochen.

Die Kathedrale in Barbastro ist jeden Tag von 10 bis 13 Uhr und von 16 bis 19 Uhr (von Juni bis September bis 20 Uhr) geöffnet. Neben der Kapelle, in der Florentinus Asensio Barrosos Gebeine liegen, wurde eine kleine Ausstellung mit Zeugnissen aus seinem Wirken eingerichtet. (2014)





USB-Stick Heiligenlexikon als USB-Stick oder als DVD


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren / Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Florentinus Asensio Barroso

Wikipedia: Artikel über Florentinus Asensio Barroso

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum - Datenschutzerklärung

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Antim Ivreanul
Joseph Barsabbas
Pusei


        Zum Schutz Ihrer Daten: mit 2 Klicks empfehlen!

Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 07.06.2016

Quellen:
• http://www.martiresdebarbastro.org/quienes-fueron/otros-martires-de-barbastro.html
• http://es.wikipedia.org/wiki/Florentino_Asensio_Barroso

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.