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Buchmalerei aus der Radegund-Vita: Radegund heilt aus ihrer Zelle heraus die
von Dämonen besessene Leubile, um 1100, in der Bibliotheque municipale in Poitiers
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Radegund, Tochter des Königs Berthachar von Thüringen, wurde nach dem Sieg der Merowinger über ihren Vater im Jahr 531 als Geisel nach Frankreich gebracht, in Athies bei Péronne in der Picardie christlich erzogen und dann nach 540 mit Merowingerkönig Chlotar I. verheiratet. Um 550 floh sie vor ihrem tyrannischen Mann, nachdem der ihren Bruder hatte ermorden lassen, nach Noyon in ein Kloster. Um 558 gründete sie auf ihrem Gut Saix bei Poitiers das Nonnenkloster Ste-Croix nach der Regel des Cäsarius von Arles, setzte == Agnes von Poitiers als Äbtissin ein und lebte dann dort.
Radegunds Kloster wurde für Jahrzenhnte das bedeutendste Frauenkloster des Frankenreichs. Sie stand in Verbindung mit Gregor von Tours.
Radegund zugeschriebenes Lesepult aus Holz, in der Abtei Ste-Croix in Poitiers
Venantius Fortunatus verfasste nach 587 ihre Lebensgeschichte, eine weitere schreib um 612 die Nonne Baudovinia von Ste-Croix. Die Verehrung breitete sich in Frankreich, aber auch in England, Süddeutschland und Österreich aus. In Österreich sind die Orte St. Radegund in Oberöstereich und St. Radegund bei Graz nach ihr benannt.
Patronin
von Poitiers;
der Weber und Töpfer; gegen Aussatz, Geschwüre, Krätze, Grind und Fieber bei
Kindern; gegen Wassergefahren
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
Radegunds Grab in der nach ihr benannten Kirche in Poitiers
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