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Der Überlieferung nach stammte Romedius aus einem Adelsgeschlecht und verschenkte seinen Besitz den Bistümern Augsburg und Trient, um auf die Wallfahrt nach Rom zu gehen. In Tavon am Nonsberg in Südtirol habe er dann mit zwei Gefährten als Einsiedler bis zu seinem Tod gelebt. Auf einem Bären reitend besuchte er der Legende nach Bischof Vigilius von Trient.
Diese Legende setzt sich aus verschiedenen Quellen zusammen.
Aus der Geschichte seiner Verehrung und umfangreichen, kontroversen Forschungen ergibt sich eine spätere Datierung. Am wahrscheinlichsten ist, dass Romedius aus der Familie der Andechser stammte und im 11. Jahrhundert lebte. Seit dem 12. Jahrhundert ist die Verehrung von Romedius am Grab in Tavon auf dem Nonsberg und die Feier seiner Gedenktage in der Diözese Trient belegt. Der Altar der Schlosskirche in Tavon ist Romedius geweiht, ein Nebenaltar der Wiltrud von Hohenwart, aus deren Kloster Teile der Romedius-Vita stammen. Ein anderer Teil stammt aus dem Kloster Georgenberg bei Fiecht in Tirol, wo seit der Schenkung von Kaiser Heinrich IV. Romedius' Kopf und weitere Reliquien verwahrt wurden, bis sie 1851 in die Wallfahrtskirche bei Thaur überführt wurden. Dorthin wurden 1951 auch weitere Reliquien vom Nonsberg gebracht.
Romedius' Einsiedelei in Tavon heute
In Thaur bei Innsbruck wurde neuerdings ein Romedius gewidmeter Gebetsweg von der Pfarrkirche zur Romedi-Wallfahrtskirche oberhalb des Dorfes angelegt.
Kanonisation:
1795 wurde Romedius' Verehrung gestattet, 1907 die Approbation erneuert.
Attribut:
auf einem Bär reitend
Patron
bei Seenot und Gefangenschaft; gegen Feuer, Hagel, Überschwemmung, Fieber,
Zahnschmerzen, Beinleiden
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Statue in der Pfarrkirche
in Thaur ![]()
Wallfahrtskirche
bei Thaur ![]()
Relief im Gebetsstock an der Wallfahrtskirche
bei Thaur ![]()
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