Gedenktag katholisch: 14. Februar
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Fulda, Limburg und Mainz
Gedenktag orthodox: 30. Juli
Name bedeutet: der Kräftige (latein.)
Statue am Ambo in der Kathedrale in Terni

Valentin war der Legende zufolge Bischof in Interamna an der der Via Flaminia - dem heutigen Terni. Er wurde demzufolge nach Rom gerufen, um den verkrüppelten Sohn des Rhetors Kraton zu heilen. Weil er das tat und deshalb viele Leute zum Glauben kamen, wurde er angeklagt und als Märtyrer enthauptet, nachdem er vor dem Kaiser das Götteropfer verweigerte. Drei von ihm Bekehrte - ihre Namen werden überliefert als Proculus, Ephebus (Ephibius) und Apollonius - brachten seinen Leichnam bei Nacht nach Interamna zurück und wurden deshalb ebenfalls gemartert, dann in Valentins Nähe bestattet.
Im 4. Jahrhundert gab es am 63. Meilenstein der Via Flaminia nahe der heutigen Stadt Terni eine Begräbnisstätte, bei der ab dem 8. Jahrhundert eine Kirche stand, die einem Märtyrer Valentin geweiht war. Dieser Märtyrer ist auch im Martyrologium des Hieronymus belegt und dem 14. Februar zugewiesen. Von diesem Valentin gibt es die im 5./6. Jahrhundert entstandene Märtyrerlegende.
Schwierig zu entscheiden ist die Frage, ob Valentin eigentlich Valentin von Rom ist, dessen Verehrung der Via Flaminia entlang nach Terni gelangte - oder auch umgekehrt -, oder ob es tatsächlich zwei verschiedene Märtyrer Valentin gab, wobei die Identifizierung der Reliquien unklar bleibt.
Schrein des Valentin in der nach ihm benannten
Basilika in Terni
Comune di Terni
Im 12. Jahrhundert wurde angeblich Valentins Kopf geraubt und nach
Jumièges gebracht. 1605 wurden
Reliquien in die Kirche von
Terni überführt. Gebeine von Valentin liegen
angeblich auch in der Michaelskirche in Krumbach
in Schwaben, weitere Reliquien werden in Kiedrich
am Rhein und in der Liebfrauenkirche in Worms
verehrt. Reliquien sollen auch in Glasgow,
Dublin und in
Wrocław liegen. Die Krumbacher Gebeine sind nach
einer auf 1734 datierten Urkunde tatsächlich die eines Valentin, der im Gräberfeld San Calepodius
nahe der Via
Aurelia in Rom - dort, wo heute die Kirche S.
Callisto steht, - exhumiert wurde, also die eines klassischen Katakombenheiligen.
In Österreich wird Valentin an 27 Orten verehrt. In Ernen im Wallis in der Schweiz wird jeweils am Valentinstag eine Statue gezeigt, die zum Teil aus den Gebeinen des Heiligen gefertigt ist.
Bis ins 19. Jahrhundert war Valentin vor allem als Schutzpatron der Pestkranken und vor allem der Epileptiker bekannt, was sich auch in zahlreichen Votivgaben an heiligen Stätten dokumentiert. Zunehmend wurde dann Valentin als Patron der Liebenden in den Mittelpunkt gerückt; zu diesem Brauchtum => Valentin von Rom
Attribute:
verkrüppelter Knabe, Schwert
Patron
der Jugend, Reisenden und Imker; für Bewahrung jungfräulicher Unschuld, gute Verlobung und Heirat; gegen Ohnmachtsanfälle,
Wahnsinn, Epilepsie, Gicht, Pest und Gebärmutterkrankheiten
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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