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Wandregisel kam in jungen Jahren an den Hof von König Dagobert I. und wurde hier u.a. zusammen mit Aldowin von Rouen, Desiderius von Cahors und Paulus von Verdun ausgebildet. Nach kurzer Ehe und längerer Zeit der Wanderschaft und Einsiedelei in Montfaucon-d'Argonne in Lothringen gründete er im Schweizer Jura das Kloster St-Ursanne. Um 635 ging er nach Bobbio. Von dort wollte er nach Irland reisen, gelangte aber nur bis Romainmôtier im Kanton Waadt. von dort ging er nach Rouen, wo ihn Aldowin zum Eintritt in den Weltklerus bewog. Bald darauf gründete das Kloster Fontenelle - das heute nach ihm benannte St-Wandrille - mit einer Mischregel, die Elemente aus der Regel des Kolumban und der Benediktiner vereinte und dem er als Abt vorstand.
Eine erste Lebensgeschichte wurde im ausgehenden 7. Jahrhundert von einem Schüler von Wandregisil verfasst, eine zweite entstand in der um 825. Infolge der Normanneneinfälle wurden Wandregisels Reliquien 858 in die Gegend von Boulogne-sur-Mer und 885 in das Gebiet von Chartres gebracht. 944 wurden sie in das Peterskloster Blandinium in Gent überführt, dort wurde der größte Teil 1566 von Calvinisten vernichtet; das Haupt wurde gerettet, kam von Brogne - dem heutigen St-Gérard - nach Maredsous, schließlich 1969 wieder nach Fontenelle - dem heutigen St-Wandrille.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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