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Leonhard Beck: Wunibald beim Bau des Klosters Heidenheim,
Holzschnitt, 1522 ![]()
Wunibald war der Bruder von Willibald und Walburga, der Überliefderung nach Sohn des angelsächsischen Königspaares Wunna und Richard. Wunibald pilgerte 720 mit Vater und Bruder nach Rom, wo er Mönch wurde und bis 727 lebte. Nach einem Aufenthalt in der englischen Heimat kehrte er wohl 730 in Begleitung eines anderen, jüngeren Bruders nach Rom zurück. 738 berief Bonifatius ihn und Willibald zur Glaubensverkündigung in Germanien und weihte ihn zum Priester. Ab 739 wirkte er in Sülzenbrücken in Thüringen, ab 744 im Vilstal im bayerischen Franken, ab 747 in Mainz. 751 gründete er das Benediktinerkloster in Heidenheim in der Diözese Eichstätt, die sein Bruder als Bischof leitete. Wunibalds Überlegung, ins Kloster auf den Montecassino zu gehen, wurden von Bruder Willibald abgebogen. Wunibald wirkte dann als Abt im Männerkloster Heidenheim, während Walburga das Frauenkloster leitete.
Trotz starker Gicht reiste er kurz vor seinem Tod noch nach Fulda.
Büstenreliquiar für Wunibald. Es soll das Haupt des Missionars enthalten haben. Um 1350 in Nürnberg gefertigt, im katholischen Pfarramt St. Nikolaus in Scheer in Württemberg
Wegen der vielen angelsächsischen Wallfahrer wurde 776 die Klosterkirche in Heidenheim neu gebaut. Bruder Willibald erhob 777 Wunibalds noch unverweste Gebeine. Ab 778 schrieb seine Verwandte Hugeburc eine Doppelvita der Brüder. Reliquien wurden vermutlich um 870 mit denen seiner Schwester Walburga nach Eichstätt übertragen.
Patron
der Brautleute und der Bauarbeiter
Bauernregel:
Um den Tag des Wunibald, / da wird es meistens richtig kalt.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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