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Ökumenisches Heiligenlexikon

Alois Henhöfer

Gedenktag evangelisch: 5. Dezember

Name bedeutet: der ganz Weise (althochdt.)

Pfarrer
* 17. Juli 1789 in Völkersbach bei Ettlingen in Baden-Württemberg
† 5. Dezember 1862 in Spöck bei Bruchsal in Baden-Württemberg


Alois Henhöfer stammte aus einer katholischen Bauernfamilie. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Rastatt begann er 1811 das Studium an der Universität in Freiburg und wurde 1815 zum katholischen Priester geweiht. Innere Zweifel und Kontakte zur pietistischen Gemeinde Korntal bei Stuttgart führten zu seiner Loslösung von der katholischen Kirche, ab 1823 wirkte er als evangelischer Pfarrer in Baden. Er galt als volkstümlicher Prediger und fand große Anerkennung, dennoch hatte er bis zuletzt die Sorge, ein unfruchtbarer Feigenbaum zu sein. Die Jugend lag ihm besonders am Herzen, in prophetischen Blicken sah er eine große Zeit des Unglaubens hereinbrechen.

Seit 1830 kämpfte er in der unierten badischen Kirche für die lutherische Augsburgische Konfession und gegen die Einführung eines rationalistischen Katechismus. 1844 wurde er Vorstand des Vereins für Äußere Mission. Das Revolutionsjahr 1848 veranlasste Henhöfer und seine Freunde zur Errichtung von Waisen- und Rettungshäusern, auch zwei Diakonissenhäuser in Karlsruhe und Nonnenweier enstanden unter seiner Mitwirkung.

Diakonissen-Mutterhaus in Nonnenweier
Diakonissen-Mutterhaus in Nonnenweier

1856 verlieh ihm die Universität Heidelberg die Ehrendoktorwürde, gewürdigt wurde er als der mutige Bekenner und Prediger des lauteren Evangeliums.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 02.09.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• http://www.glaubenszeugen.de/kalender/h/kalh027.htm