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Ökumenisches Heiligenlexikon

Antoninus von Florenz

auch: Antonius
italienischer Name: Antonino Pierrozzi


Antoninus wurde als Sohn des Notars Niccolò Pierrozzi geboren, war schon als Kind lerneifrig und wissbegierig und trat mit 16 Jahren, gewonnen durch Johannes Dominici, in Cortona in den Dominikanerorden ein. Er wurde 1413 zum Priester geweiht und setzte sich dann für die Ordensreform ein, ab 1418 als Prior in Foligno, ab 1421 als Prior im Reformkonvent in Fiesole, ab 1428 als Prior in Neapel und ab 1430 im Kloster an Santa Maria sopra Minerva in Rom. Von 1432 bis 1445 hatte er als Generalvikar aller italienischen Dominikaner-Observanten das Amt des Ordensprovinzials für die Toskana und Neapel inne. 1436 war er bei der Eingliederung des Klosters San Marco in Florenz, das zuvor zu dem von Silvester Gozzolini gegründeten Orden gehörte, in den Dominikanerorden beteiligt, dem er als Prior bis 1444 vorstand, wo er Antonius von Rivoli in den Orden aufnahm, dem er später in einer Vision erschien, und wo er auch Prior von Fra Angelico, der das Kloster durch seine berühmten Fresken ausstattete.

Papst Eugen IV. erhob Antoninus 1446 zum Erzbischof von Florenz, wo er reformerisch tätig wurde und wichtige Initiativen auf caritativem Gebiet setzte; er gründete die noch heute bestehende Gesellschaft der Buonomini di San Martino, der guten Männer vom heiligen Martin und weitere Stiftungen. Antoninus galt als unbeugsam, aber von großer Güte, und als begehrter Ratgeber; seiner besonderen Umsicht in der seelsorgerischen Beratung verdankt er den Namen Antoninus consiliorum, Antonius der Ratgeber. Papst Eugen IV. bat ihn 1447 um die Sterbesakramente. Als Florenz erst von einer Pestepidemie, dann von einer Hungersnot, schließlich 1453 von einem schweren Erdbeben heimgesucht wurde, kümmerte sich Antoninus aufopfernd um die Bevölkerung. Mit SynodenSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. und Besuchen in den Gemeinden und durch seine Predigten sorgte Antoninus sich um sein Bistum; die Stärkung der Stellung der Bischöfe war ihm wichtig, mit der KurieAls römische Kurie (von lateinisch curare = „pflegen, sich kümmern”) werden seit dem 11. Jahrhundert die Leitungs- und Verwaltungsorgane der katholischen Weltkirche in Rom genannt. Die Kurie ist für die Gesamtkirche zuständig, nicht für die Regierung des Staates Vatikan. stand er in enger Verbindung.

Antoninus zeichnete sich aus durch seine gute Ausbildung, der aufkommende Humanismus aber beeinflusste ihn nicht. Als Autor verfasste Antoninus vor 1440 Bekenntnisschriften, die mit mehr als 410 Handschriften und über 120 Drucken weit verbreitetet waren und von 1440 bis 1454 eine ebenfalls in großer Zahl aufgelegte Zusammenfassung der Moraltheologie mit einem Schwerpunkt auf Wirtschafts- und Finanzfragen; mit ihr wurde er zum bedeutenden Wirtschaftstheoretiker der Scholastik, er entwickelte eine Theorie über Preis und Lohn, über Kredite und Wechsel. Seine 1459 abgeschlossene Summa Chronica, die wohl umfangreichste Chronik des Mittelalters, war eine Weltchronik als Werkbuch für Prediger und Seelsorger.

Antoninus' Gebeine wurden im Beisein von Papst Pius II. in der Kirche San Marco im Stadtteil Montughi in Florenz beigesetzt.

Kanonisation: Am 31. Mai 1523 sprach Papst Hadrian VI. Antoninus heilig.
Attribute: Mönch mit Büchern und Totenkopf
Patron im Unglück; gegen Fieber

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 29.09.2018

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Friedrich Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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