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Ökumenisches Heiligenlexikon

Gauderich von Languedoc

eigentlich: Walterich
auch: von Viaeville/Viéville, von Perpignan
auch: Gualdericus, Galdericus
französischer Name: Gaudéric, Gaudérique, Gaudry

Gedenktag katholisch: 16. Oktober

Name bedeutet: der reiche Beschützer (althochdt.) / der Linkische (französ.)

Hirte
* in Viaeville, heute St-Gaudéric bei Mirepoix in Frankreich
† vor dem 10. Jahrhundert daselbst


Gauderich war Bauer in Viéville, der zusammen mit seinen beiden Brüdern das ererbte Land bebaute. Eines Tages, als er beim Dreschen des Weizens war, kam ein furchtbares Gewitter, das alles zerstören würde; Gauderich betete und das Gewitter verschonte seine Ernte. Ein anderes Mal wollte ihm der für das Läuten der Glocken Zuständige einen Streich spielen: er sah Gauderich auf der anderen Seite des Flusses und begann zu läuten; da teilten sich die Wasser und Gauderich kam trockenen Fußes zum vermeintlichen Angelus-Gebet.

Kirche</a> in St-Gaudéric
Kirche in St-Gaudéric

Gauderich wurde in seinem Heimatort Viéville - dem heute nach ihm benannten Ort St-Gaudéric - bei Mirepoix bestattet. Kurz nach seiner auf 990 datierten Heiligsprechung wurde die Kirche des kleinen Ortes gebaut. Ebenfall zu Beginn des 11. Jahrhunderts ließ Guifred, der Graf der Cerdagne und des Conflent, Reliquien in das von ihm gegründete Kloster Saint-Martin-du-Canigou bei Vernet-les-Bains übertragen, nun verbreitet sich die Verehrung im Roussillon und in Katalonien. Die Reliquien aus Saint-Martin-du-Canigou wurden im Zuge der Auflösung des Klosters 1783 nach Villefranche-de-Lauragais gebracht; andere Reliquien liegen in der Kathedrale in Mirepoix und in Val-de-Grace in Paris.

Kanonisation: Die Überlieferung spricht von Gauderichs Heiligsprechung im Jahr 990 - also nicht in einem förmlichen Verfahren durch den Papst, sondern durch den Ortsbischof.
Patron des Roussillon, von Perpignan und Mirepoix; gegen anhaltenden Regen; gegen Ausbeutung der jungen Leute durch die Mächtigen

Statue in der Kirche in St-Gaudéric. Gauderich hält in Händen einen Stab zum Hüten der Rinder und ein Gerät zum Furchenziehen.
Statue in der Kirche in St-Gaudéric. Gauderich hält in Händen einen Stab zum Hüten der Rinder und ein Gerät zum Furchenziehen.

Die Kathedrale im wunderschönen mittelalterlichen Städtchen Mirepoix ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. (2014)
Die Kirche in St-Gaudéric ist verschlossen, den Schlüssel gibts beim Bauern vor der Kirche. (2014)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 07.09.2015

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• http://fr.wikipedia.org/wiki/Gaud%C3%A9ric_de_Vi%C3%A9ville
• Infotafel in der Kathedrale in Perpignan
• Infotafel an der Kirche in St-Gaudéric

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.