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Ökumenisches Heiligenlexikon

Athanasia von Ägina

Beiname: Thaumaturga, Wundertäterin
auch: von Konstantinopel

Gedenktag katholisch: 18. April, 14. August

Gedenktag orthodox: 12. April, 18. April

Name bedeutet: die Unsterbliche (griech.)

Äbtissin
* um 800 auf der Insel Ägina in Griechenland
14. August 860 (?) daselbst


griechische Ikone
griechische Ikone

Athanasia, Tochter der frommen und wohlhabenden Eltern Niketas und Marina, las schon im Alter von sieben Jahren die Psalmen und war nach einer Vision eines auf sie herabkommenden leuchtenden Sternes entschlossen, in ein Kloster einzutreten. Im Alter von 16 Jahren heiratete sie auf Wunsch ihrer Eltern, aber schon 15 Tage nach der Hochzeit wurde ihr Ehemann von eingefallenen arabischen Piraten getötet. Gegen ihre Absicht musste sie aufgrund eines Dekrets von Kaiser Michael II. dem Stotterer wieder heiraten 1. Diesen Mann, der Überlieferung zufolge zunächst ein Muslim, bewog sie zum Übertritt zum Christentum und dann sogar zum Eintritt in ein Kloster. Auch sie selbst wurde nun Nonne und gründete an einem abgelegenen Ort auf Ägina ein Frauenkloster, dessen Äbtissin sie wurde. Dabei verstand sie sich als Dienerin ihrer Nonnen, verrichtete selbst geringste Arbeiten, lebte streng asketisch, aß Käse oder Fisch nur an Festtagen und während der Fastenzeiten auch kein Brot und trank dann kein Wasser, sondern aß nur jeden zweiten Tag etwas Gemüse.

Metropolitankirche in Ägina auf Ägina, erbaut 1820. Zu Athansias Zeit war die Inselhauptstadt noch Ägina, bevor sie wenig später wegen der Piratenüberfälle nach Paliochóra ins Inselinnere verlegt wurde.
Metropolitankirche in Ägina auf Ägina, erbaut 1820. Zu Athansias Zeit war die Inselhauptstadt noch Ägina, bevor sie ab 896 wegen der Piratenüberfälle nach Paliochóra ins Inselinnere verlegt wurde.

Auf der Insel Ägina lebte auch ein Mönch namens Matthäus, der strengstens asketisch lebte und nur ein grobes Haarhemd trug. Er vollbrachte Heilungen, trieb Dämonen aus und wirkte viele andere Wunder. Dieser Matthäus bewog Athanasia, mit ihren Schwestern an einen einsameren Ort zu gehen; dem folgte sie und baute ein Kloster, Timia genannt, auf einem einsamen Hügel in der Nähe einer alten Stephanus-Kirche. 2 Auch Athanasia hatte die Gabe der Heilung; nachdem sie einen augenkranken Mann geheilt hatte, strömten viele Menschen zu ihr; aus deren Geschenken baute sie drei Kirchen in ihrem Kloster: eine für die Allerheiligste Gottesgebärerin, eine für Johannes den Vorläufer und die dritte für Nikolaus den Wundertäter. Um ihrer zunehmenden Berühmtheit zu entfliehen, ging sie dann mit den beiden Nonnen Maria und Eupraxia heimlich nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul und trat dort als einfache Nonne in ein Kloster ein. Nach sieben Jahren flehten die Nonnen ihres Klosters Timia auf Ägina sie an, zurückzukehren; sie folgte dem und starb bald darauf am Vorabend von Mariä Entschlafung.

Zwei fromme Nonnen des Klosters Timia konnten an Athansias 40. Todestag mit ansehen, wie sie von zwei Engeln gekrönt und in den Himmel erhoben wurde. Viele Wunder geschahen, so dass ihre Gebeine in die Krypta des Klosters übertragen wurden, wo sie wieder zu einer Quelle von Heilungen wurden.

Die Nachrichten über Athansia stammen aus einem vatikanischen Kodex vom Jahr 916.

1 Ein solches Dekret ist denkbar mit dem Zweck, die durch Piratenüberfälle dezimierte Bevölkerung zahlenmäßig zu stabilisieren, es gibt für einen solchen erlass von Michael II. aber keinen Beleg.

2 Die Lage des Klosters Timia - auch als Tamia überliefert - ist unbekannt.

Die Metropolitankirche in Ägina ist täglich von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 17 Uhr bis 20 Uhr - sonntags nur vormittags - geöffnet. (2019)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 27.05.2019

Quellen:
• https://oca.org/saints/lives/2017/04/12/101068-venerable-athanasia-the-abbess-of-aegina
• https://www.degruyter.com/view/PMBZ/PMBZ11747
• https://www.discoveraegina.gr/en/past-aegina/byzantine-aegina/1054/

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.