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Ökumenisches Heiligenlexikon

Athanasios I. von Konstantinopel

Taufname: Alexius, Mönchsname: Akakius

Gedenktag katholisch: 28. Oktober

Gedenktag orthodox: 28. Oktober

Name bedeutet: der Unsterbliche (griech.)

Patriarch von Konstantinopel
* 1230 in Adrianopolis in Thrakien, heute Edirne in der Türkei
um 1325 (?) in Konstantinopel, heute Ístanbul in der Türkei


Gemälde
Gemälde

Alexius trat in Thessaloniki in ein Kloster ein mit dem Mönchsnamen Akakius, ging dann bald auf den Athos und lebte in einer Höhle nahe des Klosters Ivíron, die noch erhalten ist, anschließend im Kloster Kloster Esfigménou, wo er drei Jahre lang blieb, bis er wegen seines Widerstandes gegen die dann 1274 beim 2. Konzil von Lyon unterzeichnete Union der Orthodoxen Kirchen mit der römisch-katholischen aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wurde; diese Union war von orthodoxer Seite geschlossen worden v. a. in der Hoffnung, damit ein Ende der Konstantinopel bedrohenden Kreuzzüge und Unterstützung gegen die anstürmenden Osmanen zu erreichen, was sich dann aber nicht erfüllte. Akakius unternahm nun eine Wallfahrt nach Jerusalem und ging anschließend nach Patara - den heutigen Ruinen bei Kalkan in der Türkei -, wo er lange Zeit als Einsiedler in den Bergen asketisch lebte. Von dort wechselte er ins Kloster Auxentiou und dann ins von Lazaros gegründete Kloster auf dem Berg Galesios - dem heutigen Alamandağ bei Belevi nördlichvon Selçuk -, wo ihm das große Schema mit dem Namen Athanasios verliehen wurde. Er wurde dort zum Priester geweiht und war für die heiligen Gefäße zuständig. Nach zehn Jahren ging er wieder auf den Athos, kehrte aber wegen der Unruhen dort bald wieder auf den Berg Galesios zurück, lebte wieder als Einsiedler und organisierte dort ein Frauenkloster.

Als dann das Amt des Patriarchen von Konstantinopel nach der Zeit der Unruhen und unter Patriarch Johannes XI. Bekkos frei wurde, wurde Athanasios auf Vorschlag des frommen Kaisers Andronikos II. Palaiologos 1289 einstimmig zum Patriarchen gewählt, nicht zuletzt weil er ein Gegner der Kirchenunion war. Athanasios leitete Reformen seiner Kirche ein, die heftigen Widerstand in Teilen des KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien., aber auch im Volk hervorriefen und trat deshalb 1293 zurück. 1303 wurde er erneut zum Patriarchen gewählt. Ob seiner ständigen Aufrufe zur Askese und seiner Willkür - er sei mit der Kirche umgegangen, als ob sie sein Kloster wäre - gab es wieder heftigen Widerstand; während der Hungersnot im Winter 1306/07 streikten die Priester der Hagia Sophia gegen den Patriarchen; 1309 musste er nach dem Verlust jeglicher Unterstützung abermals auf sein Amt verzichten und zog sich in das von ihm gegründete Xerolophos-Kloster zurück, wo er der Überlieferung zufolge 100-jährig starb.

Athanasios wurde in seinem Kloster Xerolophos in Konstantinopel bestattet. Seine Gebeine wurden 1455 nach Venedig entführt, denn sie wurden für jene von Athanasios „dem Großen” angesehen; zunächst lagen sie in der Kirche Santa Croce della Giudecca, nach deren Brand seit 1806 in der Kirche San Zaccaria. Auf Bitten der Koptischen Kirche wurden 1973 Reliquien des vermeintlichen Athanasios von Alexandria nach Kairo abgegeben, 2009 weitere Reliquien des nun historisch richtig identifizierten Athanasios dem Ökumenischen Patriarchat in Konstantinopel übergeben. Einige Reliquien lagen im Kloster Pantokrátoros auf dem Athos, seit 1967 sind sie im dortigen Kloster Esfigménou, Teile davon kamen in die Kirche von Konstantin und Helena in Androusa bei Kalamata 1.

Kanonisation: Athanasios wurde 1368 vom Heiligen Synod in Konstantinopel heiliggesprochen.
Patron von Androusa

1 Androusa - dort dann offensichtlich der Vorgängerbau der heutigen, im 14. Jahrhundert durch die nach einem Kreuzzug hier herrschenden Franken errichteten Burg - galt lange als Athansios' Geburtsort; Androusa war damals eine blühende Handelsstadt und Sitz eines Bischofs; nach der Erforschung zeitgenössischer Dokumente hat sich aber Adrianopolis als richtig herausgestellt.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 10.05.2019

Quellen:
• https://oca.org/saints/lives/2019/10/28/103098-venerable-athanasius-the-younger-the-patriarch-of-constantinople
• https://www.britannica.com/biography/Athanasius-I
• https://el.wikipedia.org/wiki/Πατριάρχης_Αθανάσιος_Α΄

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.