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Ökumenisches Heiligenlexikon

Aureus von Mainz

Gedenktag katholisch: 16. Juni
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Mainz: 27. Juni

Name bedeutet: der Goldene (latein.)

Bischof von Mainz, Märtyrer
† 451 (oder um 406) in Mainz in Rheinland-Pfalz


Skizze einer Prozessionsfigur von Johann Georg Bieterich, um 1760, Mainz
Skizze einer Prozessionsfigur von Johann Georg Bieterich, um 1760, Mainz

Aureus war Bischof von Mainz; er starb der Überlieferung nach beim Germaneneinfall als Märtyrer.

Die Legende ohne historische Wahrscheinlichkeit erzählt, wie Aureus um 450 zusammen mit seinem Diakon Justinus und mit Creszenz von den in Mainz eingedrungenen Hunnen eingekerkert wurde, nach Thüringen entfloh, dort eingeholt, gemartert und enthauptet wurde.

Nach anderer Überlieferung wurde Aureus zunächst zusammen mit seinen Gefolgsleuten von Anhängern des Arianismus aus Mainz vertrieben, kehrte aber nach dem Hunneneinfall des Jahres 451 zur Unterstützung der noch überlebenden Bevölkerung zurück. Nach Hrabanus Maurus wurden er und seine Schwester Justina zusammen mit anderen Christen in der Kirche von den Hunnen ermordet.

Nach der Version des Mönches Siegehard aus dem Kloster St. Alban, die aus dem 13. Jahrhundert stammt, wurden Aureus und seine Schwester Justina zu Beginn des 5. Jahrhunderts bei Dalheim - dem späteren Kloster Talheim mit der Hilariuskirche, der ältesten Mainzer Kirche überhaupt, der späteren Aureuskirche am Platz des heutigen Mainzer Hauptfriedhofs - von den Hunnen getötet und ihre Leiber in den nahen Brunnen geworfen.

Die Aureus-Reliquien sind vermutlich im Rahmen der Aufwertung des Albanklosters mit den übrigen Reliquien Mainzer Bischöfe und Heiliger umgebettet worden. So ist erklärbar, dass Gebeine von Aureus in Heiligenstadt - wo sein Stadtpatronat sehr eindrucksvoll gefeiert wird - noch heute verehrt werden; die Auffindung der Gebeine von Aureus und seiner Begleiter durch Dagobert I. - oder Dagobert II. - soll im 7. Jahrhundert erst zur Gründung von Heiligenstadt in Thüringen geführt haben. Andere Reliquien werden im Stadtteil Bommersheim in Oberursel im Taunus - verehrt.

Patron von Heiligenstadt





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 11.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• http://www.kath-oberursel.de/st-aureus-justina/info/st-aureus-justina.htm
• Rupert Krömer aus Mainz, E-Mail vom 4. August 2005
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993