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Ökumenisches Heiligenlexikon

Blanca von Kastilien

auch: Blanche, Bianca

Gedenktag katholisch: 2. Dezember

Name bedeutet: die Weiße (latein.)

Königin, Nonne
* 4. März 1188 in Palencia in Kastilien in Spanien
† 26./27. Nov. 1252 in Paris in Frankreich


Augustin Dumont (1801 - 1884): Statue im Jardin du Luxembourg in Paris
Augustin Dumont (1801 - 1884): Statue im Jardin du Luxembourg in Paris

Blanca, Tochter des Königs Alfons VIII. von Kastilien und der Eleonore von England, wurde als Zwölfjährige mit dem Thronfolger Ludwig VIII. von Frankreich vermählt und gebar 1214 als ältesten Sohn Ludwig IX., dann zahlreiche weitere Kinder. 1223 in Reims zusammen mit Ludwig VIII. zur Königin gekrönt, nahm sie regen Anteil an den politischen Entscheidungen ihres Mannes; nach desen Tod - er starb während der Rückreise von seinem Kreuzzug gegen die Albigenser - übernahm sie 1226 bis 1236 die Regentschaft für den minderjährigen Sohn. Schon bald stellte sich ihr eine mächtige Adelsopposition mit Unterstützung von König Heinrich III. von England entgegen; dank ihres politischen Geschicks, geschickter Heiratspolitik und der Hilfe des Vatikans behielt Blanca die Oberhand. Sie gründete Krankenhäuser, half den Armen, unterstützte Kirchen und Klöster in deren Fürsorge für Bedürftige und führte ein strenges Regiment gegenüber KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. und Universitäten.

Als sich Sohn Ludwig IX. 1248 auf den 6. Kreuzzug begab, übernahm Blanca noch einmal die Regentschaft und bekämpfte die religiös-soziale Aufstandsbewegung der Pastorellen. Schon ihre Zeitgenossen hatten erkannt, dass sie zu den tatkräftigsten und politisch ambitioniertesten Frauengestalten ihrer Epoche zu zählen war.

Beim Herannahen ihres Todes trat sie in das von ihr gegründete Zisterzienserinnenkloster Maubuisson-lès-Pontoise - heute Ortsteil von Saint-Ouen-l'Aumône - ein, wo sie starb und bestattet wurde.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 11.11.2014

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Erhard Gorys: Lexikon der Heiligen. dtv, München 1997
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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