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Ökumenisches Heiligenlexikon

Bonifatius I.

Gedenktag katholisch: 4. September
Messe an einigen Orten: 24. Oktober

Gedenktag orthodox: 4. September

Name bedeutet: der Wohltäter (latein.)

Bischof von Rom
* ? in Rom (?)
4. September 422 daselbst


Medaillon, um 1848, in der Kirche San Paolo fuori le Mura in Rom
Medaillon, um 1848, in der Kirche San Paolo fuori le Mura in Rom

Bonifatius war wohl der Sohn des römischen Priesters Jocundus. Er wurde vom römischen Bischof Innozenz I. zum Priester geweiht und diente unter diesem als päpstlicher Gesandter in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul.

Einen Tag nach dem Tod des römischen Bischofs Zosimus am 27. Dezember 419 besetzte eine aus Diakonen bestehende Oppositionsgruppe die Basilika des Bischofs, San Giovanni in Laterano, verwehrte den Priestern gewaltsam den Zutritt und wählte den Diakon Eulalius zum Bischof von Rom. Die Fraktion der Priester traf sich am folgenden Tag in der Theodora-Kirche - der heutigen Kirche Santa Prassede - und wählte den betagten Priester Bonifatius in das Amt. Am 29. Dezember wurde Bonifatius in der Kirche San Marcello al Corso geweiht, unterstützt von neun Bischöfen und rund 70 Priestern; Eulalius, der die Anerkennung des Stadtpräfekten Symmachus hatte, wurde zeitgleich in der Lateransbasilika in Gegenwart der Diakone und des Bischofs von Ostia, den man trotz seiner Krankheit herbeigebracht hatte, ins Amt eingesetzt.

Präfekt Symmachus bewog Kaiser Honorius in Ravenna, Eulalius zu bestätigen; Bonifatius wurde aus der Stadt vertrieben. Seine Anhänger erreichten beim Kaiser aber die Einberufung einer SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. der italienischen Bischöfe zur Anhörung beider Rivalen. Diese fand im Februar in Ravenna statt, aber es gelang keine Einigung. Deshalb vereinbarte man ein Konzil der italienischen, gallischen und afrikanischen Bischöfe für den Monat Mai; bis dahin ordnete der Kaiser an, dass sich beide Kontrahenten aus Rom fernzuhalten hätten. Eulalius kehrte aber zurück und besetzte am Karsamstag gewaltsam die Lateransbasilika, damit er den Osterfest-Gottesdienst halten könne. Der Kaiser ernannte daraufhin erzürnt Bonifatius zum Papst; er trat sein Amt dann am 10. April an; Eulalius wurde als Bischof in eine Provinzstadt verbannt. Als Bonifatius Anfang 420 krank wurde, machten Eulalius' Anhänger einen neuen, erfolglosen Versuch, ihn zu verdrängen.

Auf Bonifatius' Antrag ordnete der Kaiser an, dass künftig bei zwiespältiger Papstwahl eine Neuwahl durch den römischen KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. stattfinden müsse. Bonifatius sorgte in seiner Amtszeit mit großem Eifer für Ordnung und Zucht in der Kirche. Er widerrief Befugnisse, die sein Vorgänger Zosimus den Ortsbischöfen eingeräumt hatte und stärkte so den Primatsanspruch. Die afrikanische Kirche widersetzte sich solchem Zentralismus allerdings mit Nachdruck, 419 lehnte die SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Karthago - dem heutigen Vorort von Tunis - Bonifatius' Einmischung förmlich ab. In Gallien stellte er die von Zosimus zugunsten von Arles geänderte Metropolitanordnung wieder her und gab dem Bischof von Narbonne seine Vorrangstellung zurück.

Bonifatius unterstützte Augustinus in seinem Kampf gegen den Pelagianismus. In Auseinandersetzungen mit dem Patriarchen in Konstantinopel setzte Bonifatius nachdrücklich seine Vorherrschaft über die Bischöfe in Illyrien, Korinth und Thessaloniki durch. Er erneuerte die Bestimmungen des römischen Bischofs Soter, wonach Frauen keine kultischen Befugnisse, auch nicht mit Hilfsdiensten, wahrnehmen dürfen und untersagte den Sklaven, KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. zu werden.

Bonifatius wurde in den Katakomben des Maximus bestattet, nahe dem Grab von Felicitas.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

  Briefe von Bonifatius gibt es in der Bibliothek der Kirchenväter der Université Fribourg auf Deutsch.

  weitere Schriften von Bonifatius und seine Lebensgeschichte gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 05.08.2018

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Karl Heussi: Kompendium der Kirchengeschichte. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1976
• http://www.newadvent.org/cathen/02658a.htm
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
• Matteo Orlando: Il Santo della Settima. In: Verona fedele, 2. September 2012

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.