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Ökumenisches Heiligenlexikon

Innozenz I.


Statue in der Kirche San Martino ai Monti in Rom
Statue in der Kirche San Martino ai Monti in Rom

Innozenz I. war nach dem Zeugnis von Hieronymus der Sohn des ihm vorangegangenen Papstes Anastasius I. Er wurde wohl 402 Bischof von Rom. Kurz danach schon setzte er sich erfolglos - zusammen mit vielen Vertretern des Abendlandes - für Johannes Chrystostomus, den Patriarchen von Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - ein, der 403 auf der Eichensynode abgesetzt und daraufhin vom Kaiser in die Verbannung geschickt worden war. Dies führte zeitweise zum Bruch mit den östlichen Patriarchen und Bischöfen.

Innozenz war der erste politische Bischof von Rom, aber auch er konnte trotz Verhandlungen die Eroberung und Plünderung Roms durch Westgotenkönig Alarich I. im Jahr 410 nicht verhindern; Alarichs Truppen verschonten als arianische Christen aber kirchliche Bauwerke und die dort Schutz suchenden Menschen. Innozenz arbeitete zielbewusst am Ausbau der Vorrangstellung Roms in der Gesamtkirche, er erweiterte die Ansprüche Roms und benannte sie eindeutig: In Briefen an die Bischöfe Victricius von Rouen, Exuperius von Toulouse, Decentius von Gubbio und andere beanspruchte er die oberste Lehrentscheidung in allen wichtigen Fragen allein beim Apostolischen Stuhl, was er auch mit der - nicht erbetenen - Bestätigung afrikanischer SynodenSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet.beschlüsse gegen den Pelagianismus deutlich machte. Innozenz bekräftigte die Vorrangstellung der Bischöfe von Rom und forderte, die Disziplin in der ganzen Kirche nach römischem Vorbild auszurichten.

Innozenz gründete das päpstliche Vikariat in Thessaloniki, um ein Bollwerk gegen den wachsenden Einfluss von Konstantinopel aufzurichten und die Griechen enger an Rom zu binden.

Catholic Encyclopedia

  Werke von Innozenz und seine Lebensgeschichte gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

  Briefe von Innozenz gibt es auf Deutsch in der Bibliothek der Kirchenväter der Universität Fribourg.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 16.07.2017

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Karl Heussi: Kompendium der Kirchengeschichte. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1976
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
• Cornelia Hoß. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. II, Hamm 1990

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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