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Ökumenisches Heiligenlexikon

Cyrus der Arme

auch: Abba Cyrus,
koptisch: Abba Cher

Gedenktag katholisch: 31. Januar
Rückführung der Gebeine; 28. Juni

Gedenktag orthodox: 31. Januar
bedacht in der Proskomidie      Die Proskomidie ist die Vorbereitung der Gaben Brot und Wein vor der Eucharistie in den Orthodoxen Kirchen
Übertragung der Gebeine im Jahr 412: 28. Juni

Gedenktag armenisch: 31. Januar

Gedenktag koptisch: 31. Januar
Übertragung der Gebeine: 28. Juni

Name bedeutet: der König (persisch - griech.)

Mönch, Märtyrer
* in Alexandria in Ägypten
† um 311 in Canopus bei Alexandria in Ägypten


Russische Ikone
Russische Ikone

Cyrus war der Überlieferung nach ein Heilmittelkundiger in Alexandria. Zur Zeit der Christenverfolgung floh er in ein Kloster am Roten Meer, wurde Mönch und ob seiner Heilkunst berühmt. Eines Tages schloss sich auch Johannes ihm an. Als Athanasia und ihre Töchter von Griechen ob ihres Christseins gefangen genommen wurden, erfuhren dies Cyrus und Johannes, gingen zu den Frauen, um sie in der Standhaftigkeit des Glaubens zu stützen, wurden gefangen genommen, gefoltert und schließlich zusammen mit den Frauen enthauptet. Christen bestatteten ihre Körper in der Kirche des Markus in Alexandria.

Das Zeugnis über Cyrus und Johannes stammt von Cyrill von Alexandria. Er fand 412 die Reliquien in der Markuskirche in Canopus, brachte sie ins nahe Menuthis - das heutige Abu Qir - und ließ ihnen eine Kirche erbauen; dort sollten sie das Orakel der Kyra und den Heilungskult der Isis verdrängen; dies gelang bis zum Ende des 5. Jahrhunderts aber kaum, obwohl die Überlieferung behauptet, dass die Götzen sofort nach ihrer Ankunft das dortige Heiligtum verließen. Ab dem 6. Jahrhundert breitete sich die Verehrung der beiden als Wunderheiler aber schnell aus, Sophronius von Jerusalem unterstützte dies kräftig durch seine Sammlung über ihre Wunder. Abu Qir wurde zum Wallfahrtszentrum mit Bädern, Heilwasser und der Praxis des mit Träumen heilsamen Schlafes.

Erst später kennt die Überlieferung Cyrus als Arzt. Seine Apotheke sei in Abu Qir gewesen an der Stelle, an der inzwischen eine den drei Jünglingen im Feuerofen (Danielbuch 3, 21/30) gewidmete Kirche stehe, Im 8. Jahrhundert kam die Verehrung durch die griechischen Päpste auch nach Rom; gemäß einem Bericht von Papst Innozenz III. aus dem Jahr 1204 wurden auch Reliquien in die Stadt übertragen, die dann nach München gekommen sein sollen. Sophronius' Wunderberichte wurden zum Vorbild für andere ihrer Gattung.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.11.2018

Quellen:
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• http://ocafs.oca.org/FeastSaintsViewer.asp?FSID=100381
• http://www.holytrinityorthodox.com/calendar/los/June/28-01.htm
• http://www.jlaforums.com/viewtopic.php?p=53566805
• http://www.transfigcathedral.org/faith/Bulgakov/0220.pdf
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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