Ökumenisches Heiligenlexikon

Eigil von Fulda

auch: Egil, Aigilis

Gedenktag katholisch: 15. Juni

Name bedeutet: ?

Abt in Fulda
* um 750 in Aiglsdorf (?), Ortsteil von Nandlstadt bei Freising in Bayern
15. Juni 822 oder 6. August 822 in Fulda in Hessen


Eigil stammte aus bayerischem Adel, verwandt mit Sturmius, der wohl sein Onkel war. Um 758 wurde er diesem zur Ausbildung im 744 gegründeten Kloster - an der Stelle des heutigen Domes - in Fulda übergeben. Eigil wurde Mönch, Priester und dann Lehrer an der Klosterschule. Gegen Abt Ratgar leistete er wie andere Widerstand und wurde 818 nach Ratgers Absetzung dessen Nachfolger und der vierte Abt des neuen Klosters. Er ordnete den Konvent, förderte das geistige Leben und holte Hrabanus Maurus als Leiter an die Klosterschule, die sich den Ruf als bester Klosterschule ihrer Zeit erwarb. Er war der Biograf seines Verwandten und Lehrers Sturmius und ließ die Klosterkirche St. Salvator, die Totenkapelle des Klosters - die heutigen Michaelskirche - als Nachbau der Grabeskirche in Jerusalem und die neuen Klosterbauten errichten.

Die von Eigil erbaute Michaelskirche in Fulda
Die von Eigil erbaute Michaelskirche in Fulda

Bestattet wurde Eigil in der von ihm 822 erbauten Totenkapelle des Klosters - der heutigen Michaelskirche - in Fulda.

  Eigils Lebensgeschichten gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

Der Dom in Fulda ist täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr - sonntags erst ab 11.30 Uhr - zur Besichtigung geöffnet. (2021)
Die Michaelskirche in Fulda ist von April bis Oktober täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr und von Movember bis März von 10 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 17 Uhr zur Besichtigung geöffnet. (2021)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.05.2021

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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