Ökumenisches Heiligenlexikon

Flavius Clemens

eigentlich: Titus Flavius Clemens

Gedenktag katholisch: 22. Juni
Auffindung / Übertragung der Gebeine

Gedenktag orthodox: 9. November

Name bedeutet: T: die Wildtaube (latein.)
F: aus dem altröm. Geschlecht der Flavier (latein.)
C: der Sanftmütige (latein.)

Konsul, Märtyrer
* in Rom
15. Mai 95im Mai 95 (?) daselbst


Titus Flavius Clemens war wohl der Sohn des Konsuls Titus Flavius Sabinus; sein Elternhaus stand beim heutigen Quirinals-Palast. Der ab 69 regierende Kaiser Vespasian war sein Großonkel, dessen Söhne, die späteren Kaiser Titus und Domitian, gehörten also zur Verwandtschaft. Von Flavius Clemens' politischer Laufbahn - die für den dem Kaiserhaus Nahestehenden eigentlich zu erwarten war - ist über lange Zeit bekannt, der Schriftsteller Sueton nannte ihn einen Menschen von verachtenswerter Trägheit; aus seiner Heirat der Flavia Domitilla, einer Nichte des Kaisers Domitian, von der er dann mindestens sieben Kinder hatte, darf man schließen, dass er dem Cheristentum nahe stand oder selbst Christ war, was diese Trägheit in politischen Belangen erklären würde; er konnte sich so Verpflichtungen wie den Götzenopfern bei öffentlichen Anlässen entziehen. Domitian, der seit 81 als Kaiser regierte, bestimmte zwei der Söhne des Ehepaares in deren frühester Jugend als seine Nachfolger, ließ sie in Vespasian und Domitian umbenennen und gab ihnen den berühmten Rhetor Quintilian zum Lehrer. Von Januar bis April 95 amtierte Titus Flavius Clemens zusammen mit Domitian als ordentlicher Konsul. Im Mai 95 aber ließ ihn Kaiser Domitian plötzlich, auf den leisesten Verdacht hin wegen Gottlosigkeit - also Verachtung der römischen Götter - anklagen, wie der römische Senator, Konsul und Geschichtsschreiber Lucius Cassius Dio berichtete. Titus Flavius Clemens wurde hingerichtet, seine Frau verbannt.

Die Tötung des Titus Flavius Clemens war ein wesentlicher Anlass für die Verschwörung, der Kaiser Domitian im folgenden Jahr zum Opfer fiel.

Spekulationen gibt es über die Beziehung von Titus Flavius Clemens zu dem in jener Zeit amtierenden römischen Gemeindevorsteher Clemens I.; manche halten letzteren für einen freigelassenen jüdischen Sklaven des Titus Flavius Clemens, andere halten sogar eine Identität der beiden für möglich.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 26.06.2020

Quellen:
• https://de.wikipedia.org/wiki/Titus_Flavius_Clemens

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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