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Ökumenisches Heiligenlexikon

Gottschalk von Orbais

Gedenktag evangelisch: 30. Oktober

Name bedeutet: der Gottesknecht (althochdt.)

Mönch
* um 805 in Sachsen
† 30. Oktober (?) 868 (oder 869) im Kloster Hautvillers bei Reims in Frankreich


Gottschalk, sächsischer Grafensohn, kam nach dem frühen Tod seiner Eltern als Kind ins Kloster nach Fulda und wurde Mönch. Das geschah nicht ganz freiwillig: das Kloster übernahm den großen elterlichen Besitz. 829, beim Konzil in Mainz, verklagte Gottschalk deshalb seinen Abt Hrabanus Maurus wegen Freiheits- und Vermögensberaubung. Gottschalk wurde erlaubt, das Kloster Fulda zu verlassen und ins Kloster Orbais - das heutige Orbais-l'Abbaye - zu gehen, aber sein Vermögen blieb dem Kloster.

Gottschalk verließ dieses Kloster alsbald und wanderte mit Gefährten als Bettelmönch durch Frankreich, Italien und Südosteuropa, ordinierte in eigener Vollmacht Priester und verbreitete seine Lehren. Als Anhänger von Augustinus' Gnadenlehre besang er in zahlreichen Liedern die allein seligmachende Gnade Christi und verbreitete seine Lehren von der Prädestination. 840 beschwerte sich Noting, der spätere Bischof von Brescia, bei Hrabanus Maurus über die schnelle Verbreitung der Lehren Gottschalks in Norditalien. Nach langer Wanderschaft kam Gottschalk nach Reims und fand dort einen ihm freundlich gesonnenen Geistlichen, der ihn - wohl ohne Befugnis - zum Priester weihte. 848 verurteilte die SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Mainz unter Vorsitz von Hrabanus Maurus, der inzwischen Mainzer Erzbischof war, Gottschalk zu öffentlicher Züchtigung. Er hielt aber an seinen Auffassungen fest, wurde deshalb wieder verurteilt und schließlich in ein klösterliches Arbeitshaus verbannt, wo er nach 20 Jahren starb.

Noch nach seinem Tode beschäftigten sich mehrere SynodenSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. mit seiner Lehre. Die Evangelische Kirche erkennt in Gottschalk mit seinen Lehren einen frühen Vorgänger der Reformatoren.

Catholic Encyclopedia

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 14.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
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Quellen: