Ökumenisches Heiligenlexikon

Hinkmar von Reims

auch: Hincmar, Ingmar, Incmarus, Ingumar, Igmar

Gedenktag katholisch: 21. Dezember

Name bedeutet: der berühmte Diener (althochdt.)

Mönch, Erzbischof von Reims
* um 806
21. Dezember 882 in Épernay in Frankreich


Zeichnung von Hinkmars 1793 zerstörter Grabplatte im Kloster Saint-Remi in Reims
Zeichnung von Hinkmars 1793 zerstörter Grabplatte im Kloster Saint-Remi in Reims Foto: G.Garitan

Hinkmar, Sohn einer vornehmen westfränkischen Familie, wurde im Kloster St-Denis in Paris erzogen unter Abt Hilduin und dort Mönch. Als der Abt 830 in den gegen Kaiser Ludwig dem Frommen ausgebrochenen Unruhen von dessen Gegnern in die Verbannung nach Corvey und Paderborn geschickt wurde, begleitete Hinkmar ihn aus freien Stücken. Kaiser Ludwigs Nachfolger als Frankenkönig, Karl der Kahle, holte Hinkmar an seinen Hof. Hinkmar galt als außerordentlich gelehrt und scharfsinnig, zudem als große Autorität im kanonischen Recht. 845 wurde er Erzbischof von Reims; zuvor war sein Vorgänger Ebbo als nicht rechtmäßig gewählt für abgesetzt erklärt worden und das Bistum zehn Jahre lang vakant gewesen. Er erließ Anordnungen für seinen KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien., von denen noch sechs Sammlungen erhalten sind. 853 hielt er in der damaligen Königsresidenz in Quierzy eine SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. ab, bei der Gottschalk von Orbais wegen seiner Lehren von der Prädestination verurteilt wurde. 869 krönte er Karl den Kahlen in Metz zum König von Lothringen und 877 dessen Sohn, Ludwig II. den Stammler, zum König des Westfrankenreiches. In Auseinandersetzungen um die Befugnisse der Erzbischöfe gegenüber ihren Bischöfen wurde er 863 bei der Synode in Soissons abgesetzt, aber durch Papst Nikolaus I. wieder in sein Amt eingesetzt. Hinkmar setzte den Neubau der Kathedrale Notre-Dame in Reims fort und weihte sie 862 neu. Bei einem Einfall der Normannen floh er mit den Reliquien von Remigius von Reims und andern Schätzen nach Épernay 1, wo er starb.

Hinkmar wurde später im Kloster Saint-Remi in Reims an der Seite von Remigius von Reims bestattet. Sein Grab wurde 1793 in der Französischen Revolution zerstört.

1 Von der damaligen Kirche Saint-Martin ist nur noch ein Seitenportal erhalten; die Kirche wurde 1792 in der Französischen Revolution geschlossen, später stürzte sie ein.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 01.02.2022

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Hincmar_de_Reims - abgerufen am 01.02.2022
• http://carisiacum.free.fr/q1.htm - abgerufen am 01.02.2022
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Cath%C3%A9drale_Notre-Dame_de_Reims - abgerufen am 01.02.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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