Ökumenisches Heiligenlexikon

Guido von Montpellier

französische Namen: Guy, Gui
auch: Gui Burgundion

1 Gedenktag katholisch: 7. Februar

Name bedeutet: der Waldmann (althochdt. - romanisch)

Ordensgründer
* 1160 in Montpellier in Frankreich
1208 in Rom (?)


XXXXXXXXX
Kupferstich aus: Paul Brune: Histoire de l’Ordre Hospitalier du Saint-Esprit. C. Martin, 1892

Guido war der vierte Sohn des Stadtheren Guilhem VII. von Montpellier und dessen aus Burgund stammender Frau - daher der Name Gui Burgundion. Er wurde offenbar bei den Templern in Montpellier ausgebildet in deren Kloster an der Kirche Notre Dame de Lèzes - sie stand nahe der heutigen Kirche St-Denis; die Templer waren von seinem Großvater in die Stadt geholt worden. Nach dem Tod seines Vaters 1172 gründete Guido in Erfüllung von dessen Vermächtnis den Orden du Saint-Esprit, des Heiligen Geistes, mit der Regel der Augustiner. Dieser Orden war schon von seinem Großvater ins Leben gerufen worden, hatte aber keinen Bestand gehabt. Guido gründete zudem um 1180 eine von den Templern unabhängige Miliz; Aufgaben waren caritative Taten sowie Fürsorge für Gäste und Kranke. Dazu eröffnete er nahe der damaligen Porte du Pila Saint Gély in Montpellier das Hospital des heiligen Geistes als Zufluchtsstätte für verlassene Kinder, alte Menschen, Invaliden und schwangere Frauen. Als Erster entwickelte er das Konzept der Pflegefamilie, die vernachläassigte Kinder aufnehem konnte. Der Orden wurde von Papst Innozenz III. 1198 anerkannt.

Um 1200 errichtete Papst Innozenz III. in Rom das Hospital Santa Maria di Sassia und berief 1204 Guido dorthin, um die Leitung zu übernehmen; das Krankenhaus erhielt dann seinen noch heute gebräuchlichen Namen Hospiz Santo Spirito in Sassia. Neben der Hilfe für alleingelassene Mütter und für Prostituierte baute dieses Hospital eines der ersten Findelräder, in dem Neugeborene anonym in die Obhut der Gemeinschaft gegeben werden konnten, wo sie die Möglichkeit einer ganzheitlichen Entwicklung erhielten.

Das Hospital nahe der Porte du Pila Saint Gély in Montpellier wurde in den Religionskriegen 1562 von den Hugenotten zerstört.

Kanonisation: Guido wurde am 18. Mai 2024 durch Papst Franziskus seliggesprochen.





USB-Stick Heiligenlexikon als USB-Stick oder als DVD

Unterstützung für das Ökumenische Heiligenlexikon


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren / Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Guido von Montpellier

Wikipedia: Artikel über Guido von Montpellier

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum - Datenschutzerklärung

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Gabriel heiligen Magdalena
Dagobert II
Seneca von Jerusalem
Unser Reise-Blog:
 
Reisen zu den Orten, an denen die
Heiligen lebten und verehrt werden.


      Zum Schutz Ihrer Daten: mit 2 Klicks empfehlen!

Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 23.05.2024

Quellen:
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Guy_de_Montpellier - abgerufen am 23.05.2024
• https://www.templiers.net/etudes/index.php?page=Templiers-Languedoc - abgerufen am 23.05.2024
• https://www.etudesheraultaises.fr/wp-content/uploads/Memoire-dOc-006-mai-1990.pdf - abgerufen am 23.05.2024
• https://www.vaticannews.va/en/pope/news/2024-05/pope-grants-blessed-guido-of-montpellier-cult-as-servant-of-poor.html - abgerufen am 23.05.2024

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.


Sie könnnen mit Klick auf den Button Benachrichtigungen abonnieren und erhalten dann eine Nachricht, wenn es Neuerungen im Heiligenlexikon gibt: