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Ökumenisches Heiligenlexikon

Herulf von Langres

auch: Hariolf
auch: von Ellwangen
französischer Name: Herulphe

Gedenktag katholisch: 13. Dezember

Name bedeutet: Heer und Wolf (althochdt.)

Klostergründer und erster Abt in Ellwangen, Chorbischof von Langres (?)
* um 730 in Ellwangen in Baden-Württemberg
† um 815 daselbst


Herulf, Sohn des Grafen von Ellwangen, war zusammen mit seinem Bruder Erlolf um 750 oder 764 der Stifter des Benediktinerklosters in seinem Heimatort und wurde dort der erste Abt. Sein Mönch Suonhar, der zuvor in Diensten von Karlmann stand, überließ dem Kloster seinen großen Besitz, wodurch das Kloster eine erste Blüte erlebte. Hariolf und Erlolf brachten Reliquien von Speosippus, Eleosippus und Meleosippus in ihr neues Kloster.

Die um 850 durch den Mönch Ermanrich verfasste Biografie entstand angeblich aufgrund von Aussagen eines älteren Mitbruders, der Herulf noch persönlich kannte. Sie erzählt, Herulf sei 764 auf der Jagd gewesen im Virngrundwald in Ellwangen, habe am späten Abend einen Elch erlegt und dann an dieser Stelle geschlafen, bis er und seine Begleiter durch mehrfachen Glockenklang geweckt wurden, was ihm die Heiligkeit des Ortes angezeigt und ihn zur Klostergründung motiviert habe. Das Kloster wurde geführt nach einer Mischregel aus der Regel der Benediktiner und jener von Kolumban dem Jüngeren.

Herulfs Bruder Erlolf war ab 759 Bischof von Langres; nach dessen Tod 772 übernahm Herulf dieses Amt, übte es bis 778 aus und kehrte dann nach Ellwangen zurück. Ob die Brüder Herulf und Erlolf wirklich zwei Personen waren oder ob der Bischof auch der Klostergründer in Ellwangen war, ist nicht mehr nachvollziehbar. Die Klostergründung in der Zeit der Christianisierung der Gegend war möglicherweise veranlasst durch einen dort geplanten Bischofsitz.

Herulf / Erlolf ist in der Basilika in Ellwangen bestattet. Das adelige Eigenkloster wurde Pippin, dem Vater von Karl I. „dem Großen”, übergeben und damit zur Reichsabtei erhoben.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 01.11.2017

Quellen:

• http://www.schloesser-magazin.de/eng/objekte/ellk/ellk_umgebungae.php
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XXII, Nordhausen 2003
• http://geschichte-ellwangen.eu/Lexikon/hariolfvonlangres.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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